Umweltpreis 2018 geht zweimal in den Burgenlandkreis

"Genau hingeschaut und kreativ gelöst!" lautete das diesjährige Motto des Umweltpreises, der von der Stiftung Umwelt Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt vergeben wird. Gleich zwei Mal gingen Auszeichnungen, die Aktivitäten im Rahmen des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes würdigen, in den Burgenlandkreis. Gerd Hauser und Frank Meysel wurden zur Festveranstaltung in Magdeburg am vergangenen Donnerstag mit dem Umwelt-Ehrenpreis für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt:

Gerd Hauser in Anerkennung des langjährigen ehrenamtlichen Engagements bei zahlreichen Naturschutzprojekten

Gerd Hauser ist seit über 20 Jahren ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter des Burgenlandkreises und seit 2013 im als Mitglied im Naturschutzbeirat des Burgenlandkreises tätig. Mit seinem fachkundigen Wissen und seinen praktischen Erfahrungen unterstützt er seit Jahren das Umweltamt des Burgenlandkreises und die untere Naturschutzbehörde in vielen Bereichen.

Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung baute Gerd Hauser in den vergangenen Jahren zusammen mit Kindern und Jugendlichen Nisthilfen für Vögel, aber auch Fledermauskästen. Gemeinsam mit den Kindern brachte er sie in der Natur an. In Arbeitsgemeinschaften im Hort und in den Grundschulen der Region machte Gerd Hauser die Kinder mit dem Naturschutzgedanken und dem Umweltschutz vertraut und bezog sie in die Projekte ein. Die Errichtung eines Naturlehrpfades entlang der Saale zwischen Weißenfels und Kleinkorbetha zählt ebenso zu seinen Verdiensten wie ein Projekt zum Schutz der Insekten.

Frank Meysel in Anerkennung des langjährigen ehrenamtlichen Engagements für den Schutz heimischer Orchideen und geschützter Biotope in Sachsen-Anhalt

Frank Meysel ist als ehrenamtlicher Vorsitzender des Arbeitskreises Heimische Orchideen Sachsen-Anhalt e.V. eine der treibenden Kräfte des praktischen Orchideenschutzes in Sachsen-Anhalt und dies besonders auch im Burgenlandkreis.
In zahlreichen von ihm koordinierten und geplanten Pflegeeinsätzen mobilisiert Frank Meysel dank seines Engagements über das ganze Jahr hinweg freiwillige Kräfte, die ihre Freizeit - so wie er selbst - dem Schutz heimischer Orchideen und geschützter Biotope widmen. Dazu gehört die Pflege wertvoller und bedrohter Trockenlebensräume und ihrer Artenvielfalt.

Frank Meysel packt dabei stets mit an, betreut und versorgt die Ehrenamtlichen. Überregional bedeutende Vorzeigeflächen, welche wichtige Funktionen im Bereich der Umwelt- und Bewusstseinsbildung erfüllen, wie z. B. entlang des Orchideenpfads in den Toten Tälern bei Freyburg verdanken ihren guten Zustand unter anderem der unermüdlichen Tatkraft von Herrn Meysel. Auch im Bereich der Bestandserfassungen und des Artenmonitorings leistet er einen wertvollen Beitrag, organisiert Zählungen, sammelt Daten und arbeitet mit an Statistiken, welche in einer jährlichen Veröffentlichung erscheinen. Dabei schaut Frank Meysel auch über den Tellerrand hinaus und engagiert sich im Schutz und der Erforschung weiterer bedrohter Arten, wie z. B. dem Kreuzenzian.

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(c) WOLF-PHOTOART

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