Begleitausschuss Europäische Struktur- und Investitionsfonds besuchte Burgenlandkreis

Die Europäische Union. Weit weg. Bürokratisch. Zu wenig am Bürger. Der Brückenschlag nach Brüssel ist nicht einfach zu erklären. "Hier investiert Europa" ist oft zu lesen. Wer genauer hinschaut wird sehen: Fördermittel der EU verstecken sich nicht nur hinter kleinen Logos oder sperrigen Abkürzungen wie EFRE, ELER oder ESF. Doch nicht nur die touristische Infrastruktur oder Unternehmensansiedlungen werden gefördert. 

Dass Fördermittel der EU auch direkt im kleinen Unternehmen ankommen oder dabei helfen, Alleinerziehenden mit Vermittlungshemmnissen eine Jobperspektive ermöglichen, davon überzeugten sich die Mitglieder des ESIF-Begleitausschusses. Hinter dem Kürzel steht ein ca. 60-köpfiges Gremium, dass im Rahmen seiner jährlichen Tagung den Burgenlandkreis bereist. Dabei wird begutachtet und bewertet, wie die Förderungen direkt an der Basis ankommen, wo es für künftige Förderungen Bedarfe gibt, wo nachgesteuert werden muss. 

Um beim Beispiel direkt beim Bürger ankommender Förderungen zu bleiben. "Familien stärken - Perspektiven eröffnen" heißt ein von der EU und dem Land gefördertes Projekt, welches erfolgreich im Burgenlandkreis läuft. Über das Familiencoaching hat beispielsweise Frau Piekorz einen Job bei Herrn Simon gefunden. Dieser vermietet Ferienwohnungen in Naumburg. "Wir merken die Förderung der EU in die touristische Infrastruktur allein daran, dass viele Touristen längere Aufenthalte in der Haupturlaubssaison bei uns buchen. Früher war es eine reine Destination für Kurzurlaube. Nur über konstant steigende Übernachtungszahlen war es uns möglich, über die Einstellung einer Mitarbeiterin nachzudenken", so Simon. Bei der Vermittlung halfen die Familienintegrationscoaches des Burgenlandkreises. Nur eines von vielen Beispielen. Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen: Von 207 Teilnehmenden konnten 82 einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz finden. 

Für Thorsten Kroll, Leiter der Verwaltungsbehörde im Finanzministerium des Landes, steht fest: "Wir tun etwas für den sozialen Zusammenhalt, geben Eltern und auch kleinen Unternehmen die Chance sich beruflich zu entwickeln. Ganz im Sinne des Europäischen Gemeinschaftsgedankens.



Mehr Informationen zu aktuellen Förderprogrammen sind auf den Seiten des Regionalen Arbeitskreises Arbeitsmarkt zu finden. 

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