Afrikanische Schweinepest: "Einschleppung verhindern"

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat das Landwirtschaftsministerium einen Maßnahmenkatalog veröffentlicht. Die zunehmend aus Osteuropa nach Deutschland vordringende anzeigepflichtige Tierseuche wird über tierische Produkte aus Seuchengebieten und durch das Schwarzwild übertragen und kann den Hausschweinebestand bedrohen.

Nach Einschätzung des Ministeriums ist die Wahrscheinlichkeit einer Einschleppung über den Menschen sehr hoch, weshalb nun Präventionsmaßnahmen ergriffen werden, um das Einschleppen der Krankheit aus den Seuchengebieten in Osteuropa zu verhindern. 

Die Maßnahmen im Einzelnen:

Information an Fernstraßen
Müllbehälter sollen regelmäßig geleert und gegen Plünderung durch Wildschweine gesichert werden. Darüber hinaus sind an allen Autobahn-Parkplätzen mit WC-Anlagen mehrsprachige Warnhinweise angebracht worden.

Information der Jägerinnen und Jäger
Ein Flyer mit Informationen für Jägerinnen und Jäger ist in Vorbereitung. Im Mitteilungsblatt des Landesjagdverbandes erscheint im Februarheft ein Artikel zur sachgerechten Probenahme bei Wildschweinen.

50 Euro Prämie für das Auffinden toter Wildschweine
Das Landwirtschaftsministerium vergibt an Jägerinnen und Jäger eine Prämie in Höhe von 50 Euro für das Auffinden und Beproben von toten Wildschweinen.

Überwachung der Hygiene in den Ställen
Das Landwirtschaftsministerium hat die Landkreise und kreisfreien Städte aufgefordert, im Rahmen der Überwachung der Vorschriften der Schweinehaltungshygieneverordnung Maßnahmen der Biosicherheit in Betrieben vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest verstärkt zu kontrollieren.

Vorbereitung auf den Seuchenfall
Für den Seuchenfall wurden 30 mobile Container zur Kadaverzwischenlagerung als Notfallreserve des Landes angeschafft. Zur Bewertung der Seuchenlage bei Auftreten der Seuche, zur Festlegung geeigneter Maßnahmen und zur Beratung der Behörden wurde eine Sachverständigengruppe eingerichtet.

Anlegen von Schneisen zur Bejagung
Wildschweine gehen zum Fressen gern in Maisfelder. Hier können sie kaum bejagt werden. Deshalb sind Bejagungsschneisen in den Feldern für die Jäger hilfreich. Im Rahmen der Agrarförderung sei die Anlage von Bejagungsschneisen unter bestimmten Bedingungen und ohne Einschränkung der Beihilfefähigkeit möglich, so das Landwirtschaftsministerium.

Befreiung von Standgeld im Landesforst
Im Landesforst sind die Befreiung von Standgeld bei Bewegungsjagden, die kostenfreie Abgabe von Frischlingen und Überläufern bei Einzeljagden ohne Gewichtsbeschränkung und weitere Maßnahmen zur Förderung der Wildschweinjagd vorgesehen.



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