Ab 1. März gilt Schnittverbot für Gehölze

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Aus gegebenem Anlass weist die untere Naturschutzbehörde des Burgenlandkreises darauf hin, dass in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September eines jeden Jahres das Abschneiden, auf den Stock setzen oder die Beseitigung von Röhrichten, Bäumen, Hecken, lebenden Zäunen, Gebüschen und anderen Gehölzen außerhalb des Waldes mit wenigen im Gesetz geregelten Ausnahmen gesetzlich verboten ist. Dabei bedeutet "auf den Stock setzen", dass die vorgenannten Gehölze bis knapp über den Boden, also 15 bis 20 cm bzw. bei Kopfbäumen auf den Stamm oder die Hauptäste, zurückgeschnitten werden.

Diese zeitliche Einschränkung dient dem allgemeinen Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen und ist im § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes festgeschrieben. Nach der Winterruhe beginnt die Fortpflanzungszeit der wildlebenden Tiere. Bereits im zeitigen Frühjahr gehen sie auf Reviersuche und beginnen mit dem Balz- und Paarungsverhalten. Veränderungen in den Lebensräumen und Revieren dieser Tiere sind deshalb während dieser Schonzeit verboten.

Ganzjährig zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des einjährigen Zuwachses der Pflanzen. Auch ein fachgerechter Obstbaumschnitt bedarf keiner gesonderten Genehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Auf mögliche Brut- und Niststätten muss aber auf jeden Fall Rücksicht genommen werden. Eine Befreiung von dem Schnittverbot für Gehölze ist unter bestimmten Bedingungen möglich und bei der unteren Naturschutzbehörde des Burgenlandkreises unter Vorlage eines artenschutzfachlichen Gutachtens schriftlich zu beantragen.
Wer entgegen dieser Schutzvorschriften Gehölze etc. abschneidet, auf Stock setzt oder beseitigt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Für Rückfragen steht das Umweltamt des Burgenlandkreises unter der Telefonnummer 03443/ 372-376 oder 03443/372-209 bzw. unter umweltamt[at]blk.de zur Verfügung.

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