Veterinäramt stellt 100 Tiere aus privater Haltung sicher

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Bei einer Tierschutzkontrolle im Burgenlandkreis hat das Veterinäramt des Burgenlandkreises insgesamt 100 Tiere aus privater Haltung sichergestellt. Vorausgegangen war eine polizeiliche Anzeige, nachdem von dem betreffenden Grundstück starker Geruch nach Ammoniak und Fäkalien sowie Hundebellen festgestellt wurde. Eine amtliche Tierärztin und Tiergesundheitskontrolleurin des Veterinäramtes stellten bei der Kontrolle fest, dass auf dem Grundstück samt Wohn- und Stallgebäude 97 Hunde, ein Chinchilla, ein Kaninchen und ein Graupapagei untergebracht waren. Die Hunde waren gut genährt, lieb und zutraulich, jedoch in einem schlechten Pflegezustand. Neben Parasitenbefall wiesen die Hunde verschmutztes Fell, kahle Stellen und Zahnerkrankungen auf. Die 100 Tiere wurden aufgrund nicht tierschutzgerechter Haltungsbedingungen mitgenommen und auf 14 umliegende Tierschutzstellen im Burgenlandkreis und anderen Landkreisen verteilt.

Die Tierhalter waren während der gesamten Tierschutzkontrolle über kooperativ und sich der Situation bewusst. Sie sind dem Veterinäramt des Burgenlandkreises bekannt gewesen – ihnen wurde bereits 2023 eine tiermedizinische Behandlung gegen Ektoparasiten sowie ein Zuchtverbot auferlegt. Damals befanden sich 17 Hunde in ihrer Obhut. Sie gaben an, ab einem gewissen Zeitpunkt die Kontrolle über den Hundebestand verloren zu haben. Der sozialpsychiatrische Dienst des Burgenlandkreises steht mit den Haltern in Kontakt, um sie in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.

Die sichergestellten Tiere werden derzeit in den jeweiligen Tierheimen tierärztlich betreut und versorgt. Zeitnah sollen sie in ein neues Zuhause vermittelt werden.