Neues Landarztstipendium holt medizinischen Nachwuchs in den Burgenlandkreis
Im Burgenlandkreis sollen junge Medizinerinnen und Mediziner frühzeitig für die Arbeit als Landärztin oder -arzt gewonnen werden. Dafür starten der Burgenlandkreis und die Asklepios Klinik Weißenfels ein gemeinsames Landarztstipendium. Das Förderprogramm verbindet finanzielle Unterstützung mit praktischen Einblicken in die medizinische Versorgung vor Ort und soll langfristig helfen, den Ärztemangel in der Region abzufedern.
Wenn auf dem Land eine Arztpraxis schließt, merken das viele Menschen sofort. Die Wege werden länger und die Wartezeiten auch. Einen Termin zu bekommen, gestaltet sich schwieriger. Auch im Burgenlandkreis stellt sich die Frage, wer in Zukunft die hausärztliche Versorgung sichern soll.
Mit einem gemeinsamen Landarztstipendium wollen der Burgenlandkreis und die Asklepios Klinik Weißenfels nun gezielt Nachwuchsmediziner fördern und frühzeitig für die Region gewinnen. Das Programm richtet sich an angehende Ärztinnen und Ärzte, die sich vorstellen können, später als Landärztin oder -arzt im Burgenlandkreis zu arbeiten. Dafür erhalten sie finanzielle Unterstützung während des Medizinstudiums und lernen währenddessen die medizinische Versorgung vor Ort kennen.
„Wir müssen heute damit anfangen, die medizinische Versorgung von morgen zu sichern“, sagt Landrat Götz Ulrich. Viele Hausärztinnen und Hausärzte gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. „Deshalb brauchen wir junge Menschen, die sich bewusst für die Arbeit in einer ländlichen Region entscheiden. Mit dem Landarztstipendium wollen wir ihnen eine echte Perspektive bieten.“
Junge Menschen für Landarztpraxen begeistern
Geplant sind zwei Förderwege. Ein Vollstipendium richtet sich an angehende Medizinstudierende ab dem ersten Semester. Zusätzlich gibt es ein Teilstipendium für Studierende ab dem fünften Semester nach dem Physikum. Die Förderung beträgt beim Vollstipendium rund 9.600 Euro jährlich. Für Studierende ab dem fünften Semester sind rund 8.900 Euro pro Jahr vorgesehen.
Neben der finanziellen Unterstützung geht es den Projektpartnern vor allem darum, schon von Beginn an eine Verbindung zwischen den Studierenden und der Region aufzubauen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen Einblicke in Klinik, Ambulanz und hausärztliche Versorgung im Burgenlandkreis erhalten. Geplant sind außerdem persönliche Begleitung, Austausch mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten sowie der Aufbau eines regionalen Netzwerks.
„Junge Medizinerinnen und Mediziner suchen heute nicht nur einen Arbeitsplatz. Sie suchen Perspektiven, gute Bedingungen und eine sinnvolle Aufgabe“, sagt Patrick Hilbrenner, Regionalgeschäftsführer von Asklepios. „Die Arbeit als Landärztin oder Landarzt ist fachlich anspruchsvoll und nah an den Menschen. Genau dafür wollen wir begeistern.“
Bewerbungen bis 30. Juni 2026 auch ohne 1,0-Abitur möglich
Nach Abschluss des Studiums und der Weiterbildung verpflichten sich die Geförderten, für mehrere Jahre als Landarzt oder -ärztin im Burgenlandkreis tätig zu sein. Beim Vollstipendium ist eine Dauer von sechs Jahren vorgesehen, beim Teilstipendium von vier Jahren.
Till Sander, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Weißenfels, sieht darin eine wichtige Investition in die Zukunft der Region. „Wir erleben schon heute, wie schwierig es wird, ärztlichen Nachwuchs zu gewinnen. Wir müssen jungen Menschen zeigen, dass moderne Medizin und Arbeiten auf dem Land kein Widerspruch sind. Der Burgenlandkreis bietet dafür sehr gute Voraussetzungen.“
Das Landarztstipendium wird gemeinsam vom Burgenlandkreis und der Asklepios Klinik Weißenfels getragen. Unterstützt wird das Projekt außerdem durch den Asklepios Campus Hamburg sowie der Semmelweis Universität. Beide Partner begleiten die Verbindung zwischen Studium, praktischer Ausbildung und späterem Berufseinstieg.
Wer sich für das Landarztstipendium interessiert, kann sich noch bis 30. Juni 2026 bewerben. Das geht auch ohne die Abiturnote von 1,0.
Weitere Informationen, Bewerbungsunterlagen und Fristen gibt es unter: https://www.asklepios.com/weissenfels/unternehmen/bewerber/einsteiger/landarztstipendium/
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Lucia Böhme
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