MDR will Wahl der Deutschen Weinkönigin 2026 live übertragen

Bemühungen von Landrat und weiteren Unterstützern zeigen Erfolg

Die Mitteldeutsche Rundfunkt (MDR) wird in diesem Herbst den Endausscheid um die Wahl der Deutschen Weinmajestät live übertragen, wenn einer Kandidatin aus einem Weinanbaugebiet in Mitteldeutschland der Sprung in die letzte Runde gelingt.

Das ist das Ergebnis von Bemühungen von Landrat Götz Ulrich und weiteren Akteuren aus Mitteldeutschland gegenüber dem MDR. Damit würde erstmals nicht nur im Südwestrundfunk (SWR) der Ausscheid übertragen. Das ist deshalb von Bedeutung, weil die Fernsehzuschauer selbst die Deutsche Weinmajestät während der Livesendung wählen. Daher unterstützt ein größerer Anteil von Zuschauern aus dem MDR-Gebiet auch die Erfolgschancen einer Kandidatin aus den Anbaugebieten Saale-Unstrut und Sachsen.

Mit einem Brief von Landrat Götz Ulrich (Anlage) und der Unterstützung weiterer Partner gelang es, den MDR-Programmdirektor zu überzeugen, sich für eine Übertragung der Wahl stark zu machen. In einem partnerschaftlichen Austausch zwischen MDR und SWR sei vereinbart worden, dass der MDR die Sendung des SWR übernehmen wird, wenn eine mitteldeutsche Kandidatin in den Endausscheid kommt. Man erhofft sich so, eine Chancengleichheit für mögliche Kandidatinnen aus Mitteldeutschland zu erreichen.

Landrat Götz Ulrich: „Ich möchte damit die Chancen erhöhen, wieder eine Deutsche Weinkönigin für Saale-Unstrut zu stellen. Wir hatten in den zurückliegenden Jahren mit Elisabeth Born, Luise Böhme und Emma Meinhardt hervorragende Kandidatinnen, die das Zeug zur Deutschen Weinkönigin hatten. Ich bin sicher, mit mehr Unterstützung aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können wir nach 1993/94 das wieder schaffen.“

Auch regionale Partner haben das Vorgehen unterstützt – etwa Katrin Beberhold, Vorstand der Agrar Burgscheidungen eG und Mitglied des MDR-Rundfunkrates: „Unsere Saale-Unstrut-Weinregion ist so einzigartig und wunderschön, dass es mir ein großes Bedürfnis ist zu unterstützen wie und wo ich nur kann. Diese Möglichkeit nutze ich gern auch als MDR-Rundfunkrätin und habe in Zusammenarbeit mit dem Landesfunkhausdirektor Tim Herden und dem Leiter der Programmdirektion Leipzig, Torsten Peuker, intensive Gespräche geführt, um unsere Weinregion und Weinhoheiten über die Landesgrenzen hinaus zu promoten. Den Landrat dabei zu unterstützen, ist mir ein großes Bedürfnis. Wenn der MDR die Übertragung übernimmt, ist dies für alle Weinhoheiten und alle Saale-Unstrut-Liebhaber eine großartige Sache.“

Ebenfalls Unterstützung fand Landrat Götz Ulrich bei dem Vorsitzenden des MDR-Rundfunkrates, Michale Ziche. Ziche war selbst viele Jahre Landrat im Altmarkkreis Salzwedel und leitet derzeit das MDR-Gremium, das die Einhaltung der gesetzlichen und selbst erlassenen Grundsätze für Programm und Angebote überwacht und beratend Einfluss auf die Gestaltung der Programme nimmt. Weitere Hilfe kam von Landrat Henry Graichen aus dem benachbarten Landkreis Leipzig, der ebenfalls dem MDR-Rundfunkrat von sächsischer Seite angehört.

Hintergrund

Jedes Jahr findet im September die Wahl der Deutschen Weinkönigin statt. Austragungsort ist Neustadt an der Weinstraße, welcher im Sendegebiet des Südwestrundfunks liegt. Die Wahl der Deutschen Weinkönigin ist mittlerweile ein bundesweit beachtetes Kultur-, Tourismus- und Medienereignis, das erheblich zur öffentlichen Wahrnehmung der deutschen Weinanbaugebiete beiträgt.

In den vergangenen Jahren ist es hier aus Sicht der Anbaugebiete in Sachsen-Anhalt zu einer strukturellen Schieflage gekommen, weil beim Endausscheid maßgeblich die Fernsehzuschauer im Voting entscheiden. Eine Live-Übertragung des Endausscheids im MDR in Zusammenarbeit mit dem SWR wäre deshalb ein starkes Signal für mediale Fairness, für bundesweite Teilhabe und für die Wertschätzung der Weinregionen in Mitteldeutschland.