Landrat kämpft für S-Bahnverbindung Leipzig – Zeitz - Gera bei Bundesminister Schnieder
Auch Ministerpräsident Sven Schulze hat Unterstützung zugesagt
Landrat Götz Ulrich hat ein Zusammentreffen mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Ministerpräsident Sven Schulze am 17. Juni 2026 in Naumburg genutzt, um beiden ein Anliegen persönlich zu erörtern: die Sicherung des Ausbaus und der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Leipzig – Pegau – Zeitz – Gera.
Dieses für den Burgenlandkreis und die angrenzenden Landkreise sehr wichtige Projekt ist im Investitionsgesetz Kohleregionen ausdrücklich als Bundesvorhaben des Strukturwandels verankert. Vorgesehen sind der Ausbau und die Ertüchtigung der S-Bahn-Verbindung auf bis zu 120 Kilometer pro Stunde, ihre Elektrifizierung, neue beziehungsweise wieder zu berücksichtigende Haltepunkte in Bornitz und Reuden, eine Nutzung der Strecke auch für den Güterverkehr sowie eine durchgehende Zweigleisigkeit bis Zeitz.
„Für den Burgenlandkreis geht es dabei um den Anschluss der Stadt Zeitz, der Gemeinde Elsteraue und des südlichen Sachsen-Anhalts an die Metropolregion Leipzig. Zeitz ist eine Stadt, die vom Strukturwandel besonders betroffen ist. Neue wirtschaftliche Perspektiven, Investitionen, Fachkräftegewinnung, Ausbildung, Pendlerverkehre und touristische Entwicklung hängen wesentlich davon ab, ob diese Region schnell und verlässlich mit Leipzig verbunden wird. Damit ist dieses Vorhaben eines der zentralen Infrastrukturversprechen des Bundes gegenüber dem Mitteldeutschen Braunkohlerevier.
Aus diesem Grund habe ich mich persönlichen an Bundesverkehrsminister Schnieder gewandt und ihm zusätzlich alles schriftlich übergeben. Unser Ministerpräsident Sven Schulze hatte das Thema bereits bei ihm platziert und unterstützt die Forderung“, betont Landrat Ulrich.
Schon 2024 erhielt der Burgenlandkreis Informationen durch die Deutsche-Bahn-Tochter InfraGO, dass die Vorplanung des Abschnittes Leipzig-Zeitz vor dem Abschluss stehe und sich die Genehmigungsplanung mit öffentlicher Beteiligung durch das Eisenbahn-Bundesamt anschließe, um so in einen Umsetzungszeitraum von 2029 bis 2031 zu gelangen. Diese Planungen liegen bis heute nicht vor. Den Hintergrund erläutert Landrat Ulrich: „Der Abschnitt wird deutlich teurer als gedacht. Der Freistaat Sachsen muss für den Teil von Leipzig bis zur Landesgrenze auch Mehrkosten übernehmen. Hierfür fehlt aber eine Zusage. Darum habe ich Bundesverkehrsminister Schnieder in meinem Brief eindringlich darum gebeten, sich dem Projekt und der Sorge darum anzunehmen und ein gemeinsames Gespräch des Bundesverkehrsministeriums mit der Deutschen Bahn, den Ländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen und den Landkreisen angeregt, um dieses wichtige Projekt voran zu bringen. Für Zeitz und den Burgenlandkreis ist die S-Bahn-Verbindung nach Leipzig ein Bewährungsprojekt für den gesamten Strukturwandel“, so Landrat Götz Ulrich.
Landrat Ulrich hat sich zudem auch schriftlich an den sächsischen Ministerpräsidenten gewandt mit der Bitte, das gemeinsame Vorhaben zu priorisieren.