Landrat gibt Startschuss für Kloster-Pilger-Wanderweg im Burgenlandkreis
Im Beisein von Landrat Götz Ulrich ist am 3. September 2026 an der Pilgerherberge in Punschau bei Naumburg mit der Beschilderung des Kloster-Pilger-Wanderweges begonnen worden. Dabei wurden nicht nur die ersten Wanderwegweiser enthüllt, sondern auch erste Hinweistafeln und die Einstiegstafeln. Die Einstiegstafeln informieren über den Verlauf des Kloster-Pilger-Wanderweges im östlichen und westlichen Teil des Burgenlandkreises. Ergänzende Objekttafeln vermitteln zudem Wissenswertes zu einzelnen Stationen entlang der Route.
In den folgenden Monaten soll zunächst der westliche Teil des insgesamt 245 Kilometer langen Rundwegs beschildert werden. Die Wegweiser bestehen dabei aus Piktogrammen, die auf Sehenswürdigkeiten wie Klöster sowie Herbergen verweisen. Im kommenden Jahr soll die Beschilderung im östlichen Gebiet des Wanderwegs um Hohenmölsen, Lützen und Teuchern fortgesetzt und abgeschlossen werden. Insgesamt ist die Beschilderung an 204 Standorten im Burgenlandkreis, neun Standorten in Thüringen und sieben in Sachsen vorgesehen. Zusätzlich werden 2.500 Markierungszeichen angebracht. Die Beschilderung des Kloster-Pilger-Wanderwegs wird von der kreiseigenen Beschäftigungs- und Arbeitsfördergesellschaft GESA vorgenommen. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 176.000 Euro. Neben Eigenmitteln des Burgenlandkreises fließen knapp 130.000 Euro Fördermittel des EU-Programms „Leader“ in das Vorhaben.
Landrat Götz Ulrich: „Mit dem Kloster-Pilger-Wanderweg bieten wir Pilgern und Wanderern quasi eine regionale Alternative zum Jakobsweg und eine Möglichkeit, die wundervolle Landschaft und die Sehenswürdigkeiten der ‚Toskana des Nordens‘ zu erleben und kennenzulernen. Enge Täler mit steilen Hängen, zum Teil mit Weinbau, wellige Hochflächen, Wälder, Wiesen und Felder – der Wanderweg ist vielseitig angelegt. Neben Klöstern sind auch Burgen, Kirchen und historische Altstädte Teil des Wanderwegs, der die kulturelle und historische Bandbreite des Burgenlandkreises miteinander verbinden soll. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir nun nach jahrelangen Vorbereitungen den Startschuss für dieses Großprojekt geben und mit der Beschilderung beginnen.“
Hintergrund:
Der Kloster-Pilger-Wanderweg, der federführend vom Burgenlandkreis umgesetzt wird, ist als touristischer Rundweg gedacht und soll auf einer Länge von 245 Kilometern 22 regionale Klöster verbinden. An dem Weg befinden sich touristische Sehenswürdigkeiten und Attraktionen wie der Naumburger Dom, das Kloster Memleben, Kloster Pforta und Kloster Posa sowie die Haynsburg, das Rippachtal, die Arche Nebra und die Eckartsburg. Dabei verläuft der Kloster-Pilger-Wanderweg nicht nur durch den Burgenlandkreis, sondern streift auch Gebiete in Thüringen mit Bad Sulza und Sachsen mit Groitzsch und Pegau. Bei der Vermarktung des neuen Wanderweges arbeitet der Burgenlandkreis mit der Saale-Unstrut Tourismus GmbH (SUT) zusammen.
Der Kloster-Pilger-Wanderweg ist dabei als lebendiges und fortlaufend weiterentwickelbares Angebot angelegt. Ergänzende Stempelstellen, Mitmach-Aktionen oder Informationselemente sollen im Laufe der Zeit hinzukommen und neue Anreize schaffen. Auch der geplante jährliche Veranstaltungskalender trägt dazu bei: Jedes Jahr soll eine andere Gemeinde entlang der Route eine Veranstaltung rund um den Kloster-Pilger-Wanderweg ausrichten. Auf diese Weise soll der Weg dauerhaft sichtbar bleiben, unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und insbesondere auch für Familien attraktiv gestaltet werden.