Georg-Christoph-Biller-Preis geht in diesem Jahr an Jan-Martin Drafehn

Hilmar Panse, Bürgermeister von Goseck, Landrat Götz Ulrich, Vorjahrespreisträger Robert Weinkauf, Thomas Fritzsch, Sonderbotschafter des Burgenlandkreises, und Mario Kerner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Burgenlandkreis (v.l.) bei der Bekanntgabe des diesjährigen Biller-Preisträgers im Schloss Goseck.

Landkreis würdigt herausragendes musikalisches und kulturelles Wirken.

Der diesjährige Preisträger des Georg-Christoph-Biller-Preises heißt Jan-Martin Drafehn. Der 58-Jährige erhält die Auszeichnung für sein langjähriges musikalisches Schaffen und sein außergewöhnliches Engagement für das kulturelle Leben in Naumburg und im Burgenlandkreis. Von 2008 bis 2026 war Jan-Martin Drafehn Kirchenmusikdirektor im Naumburger Dom. In dieser Zeit initiierte er eine Vielzahl an Konzerten und Chorprojekten, mit denen er Verbindungen zwischen unterschiedlichen Generationen, Institutionen und Chören herstellte, musikalische Traditionen bewahrte und zugleich aktuelle gesellschaftliche Themen aufgriff.

Ein Beispiel ist die Aufführung des christlichen Musicals „Zachäus“ mit der Evangelischen Grundschule im Jahr 2024. Auch mit dem „Weihnachtsoratorium für Kinder“ setzte Jan-Martin Drafehn einen besonderen Akzent. Die ausverkaufte Aufführung in der Marienkirche im Dezember 2024 führte zahlreiche Kinder an die Weihnachtsgeschichte und klassische Musik heran. Die anschließende Aufführung des Weihnachtsoratoriums im Naumburger Dom vereinte Sängerinnen und Sänger aus dem Dom-, Kammer- und Jugendchor sowie aus regionalen Chören und ehemalige Mitglieder des Jugendchores. Mit dem Domgymnasium erarbeitete Jan-Martin Drafehn zudem 2025 die Kinderoper „Brundibár“ von Hans Krása. Darüber hinaus entstand durch die Kooperation des Naumburger Domchores, der Kantorei Zeitz und eines Chores aus Dortmund eine Aufführung von „The Armed Man – A Mass for Peace“ von Karl Jenkins.

Landrat Götz Ulrich: „Jan-Martin Drafehn verbindet in seiner Arbeit künstlerischen Anspruch mit kultureller Bildungsarbeit und der Förderung von Kindern und Jugendlichen. Seine realisierten Projekte unterstreichen eindrucksvoll die besondere Bedeutung seines Wirkens für die Region. Dieses Wirken möchte der Burgenlandkreis mit dem Georg-Christoph-Biller-Preis 2026 in besonderer Weise würdigen.“

Seit diesem Jahr ist Jan-Martin Drafehn Kirchenmusikdirektor in Davos in der Schweiz.

Hintergrund

Seit 2023 ehrt der Burgenlandkreis Personen in Anerkennung und Würdigung herausragender kultureller Leistungen zum Wohle des Burgenlandkreises mit dem Georg-Christoph-Biller-Preis. Bisherige Preisträger sind der Künstler und Kulturmanager Philipp Baumgarten aus Zeitz, die Druckgrafikerin Christina Simon aus Weißenfels und der Leiter des Musik- und Kulturzentrums Schloss Goseck e.V., Robert Weinkauf.

Mit dem Preis würdigt der Burgenlandkreis den in Nebra geborenen Georg-Christoph Biller (20.09.1955 - 27.01.2022). Er war von 1992 bis 2015 der 16. Thomaskantor nach Johann-Sebastian Bach und erhielt für diese Tätigkeit die Ehrenbürgerschaft der Stadt Nebra und den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland Erster Klasse.

Die Entscheidung über den diesjährigen Preisträger traf eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Bildungsdezernent Robert Assmann, dem Sonderbotschafter des Burgenlandkreises, Thomas Fritzsch, dem Leiter des Amtes für Bildung, Kultur und Sport, Robert Brückner, dem Kulturmanager des Burgenlandkreises, Lion Hartmann, und der Vorsitzenden des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses, Dr. Karin Reglich.