124,4 Millionen Euro Fördermittel für neues Industrie- und Gewerbegebiet an der A9/B91

ikig

Ministerpräsident Sven Schulze übergibt Fördermittelbescheid für zentrales Strukturwandelprojekt des Burgenlandkreises – Planungen können nun vorangetrieben werden.

Am 13. März 2026 hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 124,4 Millionen Euro für die Entwicklung des Interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes A9/B91 (IKIG) an den für das Vorhaben gegründeten Zweckverband übergeben. Entgegengenommen wurde der Bescheid vom Vorsitzenden der Verbandsversammlung, Landrat Götz Ulrich, sowie dem Geschäftsführer des Zweckverbandes, André Zschuckelt. Die Förderung setzt sich aus 121,5 Millionen Euro an Bundesmitteln aus dem Strukturstärkungsprogramm „Revier 2038“ und 2,9 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt Sachsen-Anhalt zusammen.

Landrat Götz Ulrich: „Das ist ein Meilenstein für den Strukturwandel im Burgenlandkreis. Das neue Industriegebiet ist unser Leuchtturmprojekt. Es schafft die Grundlage für eine langfristig starke wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Einschließlich unserer kommunalen Mittel stehen dafür nun 135 Millionen Euro bereit.“

Das IKIG soll rund 300 Hektar Industrie- und Gewerbefläche umfassen. Die Erschließung soll schrittweise erfolgen – mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Im Entwurf des Landesentwicklungsplans des Landes Sachsen-Anhalt ist das Gebiet bereits als Industriestandort von übergeordneter Bedeutung vorgesehen.

Neben der strategischen Lage und den guten infrastrukturellen Anbindungen soll das IKIG auch bei der Energienutzung zukunftsorientiert aufgestellt werden. Der Standort verfügt über gute Voraussetzungen für die Versorgung mit grünem Strom aus erneuerbaren Energiequellen der Region. Perspektivisch gewinnt zudem die Anbindung an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz an Bedeutung. Dieses eröffnet Unternehmen in dem Industrie- und Gewerbegebiet langfristig einen Zugang zu klimafreundlichen Energieträgern und stellt damit einen wichtigen Standortvorteil für energieintensive und innovative Branchen dar.

André Zschuckelt, Geschäftsführer des Zweckverbandes: „Nun haben wir wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um die Planung weiter zu konkretisieren, den Grunderwerb voranzubringen, Baurecht herzustellen, die Erschließung einzuleiten und gemeinsam mit unseren Partnern die Voraussetzungen für erfolgreiche industrielle Unternehmensansiedlungen vor dem Ende der Kohleförderung im Tagebau Profen zu schaffen.“

Hintergrund:

Das Interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet (IKIG) an der A 9/B 91 ist das größte Strukturwandel- und Wirtschaftsflächenprojekt im Burgenlandkreis. Grundlage für die Entwicklung ist die Gründung des Zweckverbandes „Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet (IKIG) an der A9/B91“ gewesen, dem der Burgenlandkreis gemeinsam mit den Städten Weißenfels, Hohenmölsen und Lützen angehört. Der Verband übernimmt Planung, Erschließung, Vermarktung und Ansiedlungsmanagement des Gebiets. Die Verbandsversammlung konstituierte sich am 16. Juni 2025, wählte Landrat Götz Ulrich zum Vorsitzenden und machte den Verband handlungsfähig. Aufbauend auf dieser Grundlage wurde der Förderantrag zur Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes gemeinsam mit der Strukturentwicklungs- und Wirtschaftsfördergesellschaft Burgenlandkreis (SEWIG) erarbeitet und am 30. Juni 2025 gestellt.