Eckartsburg: Erste Schritte zur Teilöffnung

Vertreter der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, des Burgenlandkreises und der Stadt Eckartsberga stehen gemeinsam vor dem Burgtor der Eckartsburg. Im Hintergrund ist das Tor mit Gitter und ein Schild zur „Straße der Romanik“ sichtbar. Das Treffen fand im Rahmen der geplanten Sanierung und Teilöffnung der Burg statt.

Die Eckartsburg soll in den kommenden Jahren im Rahmen eines Sonderinvestitionsprogramms von Land und Bund grundlegend saniert und schrittweise wieder für Besucher zugänglich gemacht werden – darüber verständigten sich die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, der Burgenlandkreis und die Stadt Eckartsberga bei einem gemeinsamen Gespräch zur weiteren Entwicklung des Standortes.

Anliegen aller Beteiligten ist es, die Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Nutzung des Kulturdenkmals zu schaffen. Im Rahmen der Gespräche wurde auch allseits befürwortet, dass bereits vor dem Abschluss der geplanten Sanierungsmaßnahmen Besucherführungen nach Anmeldung ermöglicht werden.

Für das Frühjahr 2026 ist eine öffentliche Informationsveranstaltung auf der Eckartsburg geplant. Dort sollen der aktuelle Planungsstand und die vorgesehenen Maßnahmen vorgestellt werden.

„Die Eckartsburg ist ein bedeutender Ort an der Straße der Romanik und Teil der mittelalterlichen Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut. Unser gemeinsames Ziel ist es daher, die Burg wieder für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen – mit Augenmaß und in enger Abstimmung“, so Landrat Götz Ulrich.

Dr. Christian Philipsen, Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, ergänzt: „In den nächsten Jahren steht die grundlegende Sanierung von Burgmauern, Brücke und Palas im Zentrum unserer Arbeit. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit Landkreis und Stadt die Burganlage langfristig zu erhalten und einer zeitgemäßen Nutzung zuzuführen. Eine begrenzte Öffnung über geführte Besuche kann dabei ein sinnvoller erster Schritt sein.“

Die Stadt Eckartsberga unterstützt das gemeinsame Vorhaben und wird sich insbesondere bei Fragen der touristischen Einbindung und Besucherorganisation einbringen. „Die Eckartsburg ist ein prägendes Wahrzeichen unserer Stadt und ein wichtiger Ankerpunkt für den Tourismus in der Region“, so Bürgermeisterin Marlis Vogel. „Wir bringen uns gern aktiv ein, um eine spätere Nutzung vorzubereiten und die Anlage Schritt für Schritt wieder erlebbar zu machen.“

Alle Beteiligten betonen, dass bauliche, sicherheitsrelevante und denkmalpflegerische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden müssen.

 

Hintergrund

Das Sonderinvestitionsprogramm (SIP) 

Mit dem SIP investieren der Bund und das Land Sachsen-Anhalt gemeinsam insgesamt 200 Millionen EUR in den Denkmalerhalt und in eine verbesserte kulturelle Nutzung ausgewählter Schlösser und Burgen der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Die Eckartsburg ist eine der Liegenschaften der Kulturstiftung, in die derzeit SIP-Mittel in größerem Umfang fließen.