Tour de France 2029: Landrat Götz Ulrich schlägt Streckenführung durch den Burgenlandkreis vor
Saale-Unstrut könnte als länderübergreifende Wein- und Tourismusregion eine besondere Kulisse für den Grand Départ bieten
Nach der offiziellen Übergabe der deutschen Bewerbung für den Grand Départ der Tour de France 2029 schlägt Landrat Götz Ulrich vor, auch den Burgenlandkreis und die Saale-Unstrut-Region in den Streckenverlauf einzubeziehen.
Mit diesem Anliegen hatte sich der Landrat bereits am 26. Mai 2026 an Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze gewandt. In seinem Schreiben bekundete er das ausdrückliche Interesse des Burgenlandkreises daran, dass eine Etappe oder zumindest ein wesentlicher Etappenabschnitt durch die Saale-Unstrut-Region und den Burgenlandkreis geführt wird.
Landrat Götz Ulrich erklärt: „Die offizielle Übergabe der deutschen Bewerbung ist ein wichtiger Meilenstein und ein starkes Signal für ganz Mitteldeutschland. Der Burgenlandkreis sollte bei den weiteren Überlegungen zur Streckenführung berücksichtigt werden. Unsere Region bietet alles, was eine Etappe der Tour de France auszeichnet: landschaftliche Vielfalt, anspruchsvolle Anstiege, weite Ausblicke, Flusstäler, Weinberge sowie eine außergewöhnliche Dichte an Kultur- und Geschichtsorten.“
Der Burgenlandkreis und die Saale-Unstrut-Region könnten eindrucksvolle Bilder für die weltweite Übertragung der Tour de France liefern. Die Weinberge und Terrassen, die Flusstäler von Saale und Unstrut, kurze Anstiege und offene Höhenzüge böten sowohl sportlich als auch touristisch attraktive Voraussetzungen. Hinzu kämen international bekannte Kultur- und Geschichtsorte wie der Naumburger Dom als UNESCO-Welterbe, die Arche Nebra, Schloss Neuenburg sowie Kloster und Kaiserpfalz Memleben. Diese Verbindung von Landschaft, Geschichte und regionaler Identität hatte der Landrat bereits in seinem Schreiben an den Ministerpräsidenten als besondere Stärke der Region hervorgehoben.
Eine Streckenführung durch Saale-Unstrut hätte darüber hinaus eine besondere länderübergreifende Bedeutung:
„Der Weinbau an Saale und Unstrut endet ebenso wenig an der Landesgrenze wie die Tourismusregion Saale-Unstrut. Beide verbinden Sachsen-Anhalt und Thüringen. Eine Tour-de-France-Etappe durch diese Kulturlandschaft wäre daher nicht nur ein großes Sportereignis, sondern zugleich ein weithin sichtbares Zeichen mitteldeutscher Zusammenarbeit.“
Die länderübergreifende Tourismusregion Saale-Unstrut stehe beispielhaft dafür, dass wirtschaftliche, kulturelle und touristische Verbindungen stärker seien als Verwaltungsgrenzen. Eine entsprechende Streckenführung könne diesen gemeinsamen Raum einem internationalen Publikum präsentieren und nachhaltige Impulse für Tourismus, Weinwirtschaft und regionale Vermarktung geben.
„Die Tour de France ist weit mehr als ein Radrennen. Sie ist ein weltweites Schaufenster für Landschaften, Geschichte und regionale Identität. Wenn Sachsen-Anhalt die Gelegenheit erhält, sich einem Millionenpublikum zu präsentieren, sollten auch jene Bilder gezeigt werden, die unser Land unverwechselbar machen: Flüsse, Weinberge, Dome, Burgen und Klöster. Der Burgenlandkreis und die gesamte Saale-Unstrut-Region stehen bereit, hierzu ihren Beitrag zu leisten“, so Landrat Götz Ulrich.
Der Burgenlandkreis bietet an, gemeinsam mit den beteiligten Städten und Gemeinden, den Tourismusverbänden, der Weinwirtschaft, weiteren Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren an einem regionalen Konzept für eine mögliche Streckenführung mitzuwirken. Bereits in seinem Schreiben vom Mai hatte Landrat Ulrich erklärt, dass sich die Region mit voller Kraft in die Vorbereitung und Durchführung einbringen werde.



