Gesundheitsamt und Apotheken des Landkreises informieren zum Thema Hitzeschutz

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstages am 11. Juni 2026 möchten das Gesundheitsamt des Burgenlandkreis und die Apotheken im Landkreis das Thema Hitzeschutz und die Rolle der Apotheken in den Fokus der Bevölkerung rücken. Etliche Apotheken werden deshalb in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt an diesem Tag in Form von Infomaterialien besonders auf die gesundheitlichen Risiken großer Sommerhitze hinweisen. Denn: Zu hohe Temperaturen können im Sommer schnell zur gesundheitlichen Belastung für die Bevölkerung werden. Anhaltende Hitzeperioden sind eine Gefahr für Babys, Kleinkinder, aber auch ältere und vorerkrankte Menschen. Hier setzt der Hitzeaktionsplan des Burgenlandkreises an, der aktuell vom Gesundheitsamt erarbeitet wird.

Gesundheitsdezernentin Dr. Ariane Körner: „Die Apotheken im Landkreis spielen in unserem Hitzeaktionsplan eine große Rolle, da sie einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz leisten und über Hitzerisiken und hitzesicheres Verhalten informieren. Der Vorteil: Die Apotheken kennen einen Großteil ihrer Kundschaft und stehen dieser persönlich und ohne Termin direkt zur Verfügung.“

Im Zuge zunehmender Hitzeperioden werden Apotheken auch immer stärker zu „Kühlen Orten“, an denen hitzegeplagte Bürgerinnen und Bürger Soforthilfe erhalten. Menschen, die aufgrund des Sommerwetters unterwegs Hitzebeschwerden bekommen – etwa Kreislaufprobleme oder Anzeichen von Hitzeerschöpfung – werden in Apotheken durch Unterstützungsangebote zuverlässig und schnell versorgt. Das Unterstützungsangebot kann ein Glas Wasser sein, eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen sowie der Anruf bei Angehörigen oder nach einem Taxi.

Darüber hinaus unterstützen Apotheken auch bei der richtigen Dosierung von Medikamenten. Hitze verändert über das Schwitzen den Flüssigkeitshaushalt vieler Menschen. Das wiederum beeinflusst die Wirkung einiger Medikamentengruppen, etwa von Blutdruck- oder Entwässerungsmitteln. Damit diese Medikamente auch an heißen Tagen optimal wirken können, kontaktieren die Apotheken bei Bedarf den behandelnden Hausarzt und halten Rücksprache. Dieser Service kommt den Patienten direkt zugute. Außerdem weist das Apotheken-Team seine Kundschaft auf die richtige kühle Lagerung von Medikamenten hin, die bei Hitze empfindlich reagieren und bietet den Lieferservice und Botendienst in klimatisierten Fahrzeugen nach Hause an. Die Kühlkette bleibt gewahrt – im Gegensatz zu Online-Lieferungen in normalen Zustellerfahrzeugen.

Hintergrund:

Der Hitzeaktionsplan soll für den Burgenlandkreis ein wirksames Planungs-, Kommunikations-, Koordinierungs-, und Sensibilisierungsinstrument darstellen und die Basis für die Entwicklung konkreter landkreisspezifischer Maßnahmen bilden. Konkret soll der Plan unter anderem aufzeigen, welche Gefahren und gesundheitlichen Einschränkungen durch Hitze entstehen und über richtige Verhaltensweisen aufklären. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger vor den negativen Auswirkungen von Hitze zu schützen, ihre Lebensqualität zu erhalten und hitzebedingte Todesfälle zu vermeiden. Relevante kommunale Akteure werden bei der Erstellung des Plans analysiert und beteiligt. Die Geltungsdauer des Hitzeaktionsplans ist zeitlich nicht begrenzt – auch soll der Plan stetig fortgeschrieben bzw. den aufkommenden regionalen Gegebenheiten, die sich im Zuge der klimatischen Veränderungen ergeben, angepasst werden.

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