Erhöhte Seuchengefahr für Schweine

In den letzten Wochen sind in Tschechien, ca. 250 km südöstlich von Prag, sowie in Polen an der Grenze zu Litauen und Weißrussland mehrere Fälle der Afrikanischen Schweinepest festgestellt worden. Diese sprunghafte Ausbreitung in Richtung Westen, ausgehend von Gebieten in Ostpolen und dem Baltikum, stellt eine deutliche Steigerung der Gefährdung für Deutschland dar. Auf die unbedingte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen für Schweinehaltungen wird hingewiesen:

  • Küchen- und Speiseabfälle dürfen nicht an Schweine verfüttert werden.
  • Der Kontakt von Hausschweinen zu Wildschweinen ist sicher zu verhindern.
  • Futtermittel, Einstreu und sonstige Gebrauchsmaterialien, die in Schweinehaltungen Verwendung finden, sind so zu lagern, dass Wildschweine keinen Zugang haben.
  • Bestandsfremde Personen ist kein Zugang zum Schweinebestand zu gewähren.
  • Die Einstallung von Schweinen darf nur aus bekannter Herkunft erfolgen.
  • Bei Erkrankungen, Verlusten und Leistungsdepressionen der gehaltenen Schweine ist ein Tierarzt hinzuzuziehen.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung mit hoher Sterblichkeit, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft. Die Tiere aller Altersgruppen erkranken schwer mit vielfältigen und unspezifischen Allgemeinsymptomen wie: hohem Fieber, Schwäche, Durchfall, Fressunlust, Bewegungsstörungen, Blutungsneigungen, Verferkeln u.a. 

Das Virus ist in der Umwelt sehr widerstandsfähig, stabil und kann mit Blut, Körpersekreten, Ausscheidungen, aber auch über Fleisch sowie Fleischprodukte übertragen werden. 

Für Menschen ist diese Seuche nicht gefährlich.

Für Rückfragen steht das Veterinär und Lebensmittelüberwachungsamt des Burgenlandkreises zur Verfügung.




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