Auszeichnung für verdienstvolle und kontinuierliche Geschichtspflege

Lange war das Kloster und die Kaiserpfalz Memleben ein halb vergessenes Kleinod an der Straße der Romanik. Dass es heute ein wichtiger wichtiger Memorialort ottonischer Geschichte ist, ist nicht zuletzt einem kleinen Verein mit großer Vision zu verdanken.

Der Förderverein Kloster und Kaiserpfalz Memleben, der sich 1999 gründete und 2008 neu konstituierte, wurde für sein kontinuierliches Engagement jüngst von der Historischen Kommission für Thüringen mit dem Friedrich-Christian-Lesser-Preis geehrt. In der Galerie des Museums Kloster und Kaiserpfalz hob Werner Greiling, Vorsitzender der Historischen Kommission für Thüringen, den langen Atem des Vereins hervor. In seiner Laudatio zählte er eine Vielzahl an Aktivitäten auf, zu denen u.a. umfangreiche Baumaßnahmen, Ausstellungen, Exkursionen sowie wissenschaftliche Publikationen zählen. Der Verein habe sich insbesondere durch seine engagierte und kontinuierliche Geschichtspflege zu einem würdigen Empfänger des Preises gemacht.

Zur Preisverleihung begrüßt hatte zunächst Landrat und Vorstand der Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben Götz Ulrich. Er betonte die historischen Verbindungen zwischen Memleben in Sachsen-Anhalt und Thüringen, die mit dem Weinanbaugebiet Saale-Unstrut und der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschlands bis in die Gegenwart reichen. Das Kloster Memleben sei zudem eine der wichtigsten Stätten an der Straße der Romanik.

Der Friedrich-Christian-Lesser-Preis für hervorragende Arbeit der Heimat- und Geschichtsvereine in Thüringen wurde im Jahr 2008 auf Initiative von Andreas Lesser, Stiftungsvorstand der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, ins Leben gerufen. Mit dem Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, werden Vereine geehrt, die auf eine längerfristige Beschäftigung mit der Heimat- und Lokalgeschichte verweisen können. Die Historische Kommission für Thüringen möchte mit der Preisvergabe auf die zahlreichen, zumeist mit hohem Engagement gegründeten und auf den lokalen Raum konzentrierten Vereine sowie deren kontinuierliche Geschichtspflege aufmerksam machen.

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