Welterbe. Vorstellung erster Pläne wie es weiter gehen soll

Der Naumburger Dom reiht sich ein in die Liste der aktuell 44. UNESCO-Welterbestätten in Deutschland. Und wie geht es nun weiter? Erste Antworten gab es dazu auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von den Vereinigten Domstiftern, dem Land Sachsen-Anhalt, dem Burgenlandkreis und der Stadt Naumburg.

Kulturminister Rainer Robra sicherte die Unterstützung des Landes zu. "Wir stehen bereit, um alles zu tun, was hilfreich und sinnvoll ist, um das Weltkulturerbe zu präsentieren" so der Minister. Neben einer Überarbeitung der Ausschilderung an den Autobahnen ist geplant, sich von Seiten des Landes mit an der Sanierung der Domkurie beteiligen. Die konkreten Pläne sehen laut Dechantin Prof. Dr. Karin von Welck und Stiftsdirektor Dr. Holger Kunde vor, dass bis 2023 ein Weltkulturerbezentrum am Domplatz/ Ecke Steinweg entstehen soll, am Domplatz 20 wird eine Pension entstehen, das Haus Domplatz 5 wird im kommenden Jahr zum Wohnhaus ausgebaut. Ebenfalls saniert werden soll das Fachwerkhaus Domplatz 6. Zudem gibt es Überlegungen für eine gastronomische Nutzung der Domkurie. Finanziert werden sollen die Maßnahmen aus Fördermitteln der "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" und aus Euro aus dem Vermögen ehemaliger Parteien und Massenorganisationen der DDR.

Die notwendigen Eigenmittel werden vom Burgenlandkreis beigesteuert. Landrat Götz Ulrich verdeutlichte, dass es nun darauf ankommt, dass auch andere kulturtouristische Orte im Burgenlandkreis etwas von der Strahlkraft des Domes abbekommen und von der Entscheidung profitieren.

Für die Stadt Naumburg sagte OB Küper die Unterstützung im Bereich der Umfeldgestaltung des Domes zu. Dabei soll die Stadtentwicklung möglichst zielgerichtet und systematisch betrieben werden.

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