Multiresistente Erreger - Wenn Antibiotika nicht mehr hilft

Wenn Antibiotika bei bakterielle Infektionen nicht mehr helfen, weil Bakterien unempfindlich dagegen sind, spricht man von Multiresistenten Erregern, kurz MRE. Ursachen verstehen, wissen wo sie auftauchen und wie entsprechend umzugehen ist, darüber wurde heute im Rahmen des ersten Hygienetages gesprochen. Initiiert vom Gesundheitsamt des Burgenlandkreises konnten sich dessen Amtsleiterin Dr. Ina Schmidt und Netzwerkkoordinatorin Christin Fritsch über großen Zuspruch freuen. Für die mit 154 Teilnehmende ausgefüllte Veranstaltung gab es über 230 Anmeldungen. 

Bereits im Frühjahr wurde durch das Gesundheitsamt des Burgenlandkreises das Netzwerk MRE gegründet. 59 Mitglieder gehören diesem Netzwerk bereits an, vom Klinikum, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen bis hin zu privaten Pflegediensten. In verschiedenen Gruppen wird nicht nur über Multiresistente Erreger und entsprechende Maßnahmen gesprochen, sondern auch über die Umsetzung von Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. "Wichtig ist es, im Gespräch zu bleiben, Erfahrungen auszutauschen und im Sinne des Patienten Lösungen zu finden", so Amtsärztin Schmidt. Und Christin Fritsch, zugleich Hygienebeauftragte im Landratsamt, hofft, dass sich nicht nur Fortbildungsangebote wie diese großen Zuspruchs erfreuen, sondern auch weitere Interessenten für das Netzwerk finden. 

Hintergrund:

Zu den Referenten gehörten Prof. Dr. Guido Werner, der über Auftreten, Häufigkeit und Verbreitung multiresistenter Erreger sprach. Über das Thema "Abrechnung und Verordnung im ambulanten Bereich bei MRSA" informierten Brigitte Zunke und Dr. med. Maria-Tatjana Kunze. Prof. Dr. Mathias Pletz ging in seinem Vortrag auf den Ausbruch durch Citrobacter in Lebensmitteln ein. Den Abschluss der Fachtagung bildetet der Vortrag "Mikrobiom und Wunddesinfektion" von Beate Kunze.

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