Landratsamt erweitert digitalen Service mit Anwendung "Umweltradar"

Umweltbeeinträchtigungen und Naturbeobachtungen schnell melden: das ist jetzt mit der mobilen Anwendungsseite "Umweltradar" möglich. Der Burgenlandkreis bietet damit seinen Einwohnern die Möglichkeit, sich direkt, einfach und schnell an das Umweltamt zu wenden und baut zugleich sein Angebot als moderner Dienstleister mit digitalen Bürgerservice weiter aus. Im Beisein von Landrat Götz Ulrich, Umweltamtsleiterin Ariane Körner und Dienstleister Niklas Brauleke wurde die Internetseite am 12. Juni 2018 der Öffentlichkeit präsentiert.

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Intuitiv, übersichtlich und komplikationsfrei. So präsentiert sich die von der GEOLOCK GmbH entwickelte Seite "Umweltradar". In nur drei Schritten können Nutzer Bilder und Standortdaten an das Umweltamt senden. Wer also bei seinem Sonntagsspaziergang in der Natur einen Rotmilan oder eine seltene Orchideenart sichtet, kann ab sofort sein Handy zücken und den Auslöser drücken. Bild und Standort können dann über Umweltradar ganz einfach an das Umweltamt gesendet werden. Dabei besteht die Möglichkeit, die Standortdaten automatisch oder manuell einfügen zu lassen. Damit die Meldung auch angenommen wird, müssen Nutzer ihren Namen sowie ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angeben. Damit wird nicht nur die Schwelle für Fehlmeldungen angehoben, sondern es ermöglicht auch dem Umweltamt, dem Nutzer eine entsprechende Rückmeldung zu geben oder bei Bedarf nachzufragen.

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Gut ein Jahr brauchte GEOLOCK für die Entwicklung. Die Idee dazu kam aus dem Umweltamt selbst. Kerstin Mühlenhof und Lars Mächtig, Geomatiker im Umweltamt, arbeiten seit vielen Jahren mit dem von GEOLOCK entwickelten Programm MUTSAVE, einem Geoinformationssystem, mit dessen Hilfe sich in einer Datenbank gespeicherte Daten auf Karten darstellen lassen. Mit gut 700 Themenbereichen ist diese Datenbank nicht nur reichlich gefüllt, sondern wird von den beiden auf einem aktuellen Stand gehalten.

Bisher mussten Mitarbeiter des Umweltamtes Meldungen von Bürgern händisch einpflegen. Über Umweltradar eingehende Meldungen werden nun gleich automatisch erfasst. Für die richtige Zuordnung - dem Nutzer stehen sieben Themenbereiche zur Auswahl - sorgt eine Mitarbeiterin. Digitale Daten werden somit nicht mehr in analoge Daten umgewandelt, sondern bleiben digital. Für ein sicheres Verfahren zeigte sich Maik Ungurean aus dem IT-Bereich des Landratsamtes verantwortlich.

Für Landrat Götz Ulrich ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung. Zugleich richtete er seinen Dank für die Initiative an Dr. Ariane Körner und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Niklas Brauleke, Geschäftsführer von Geolock, bescheinigte dem Burgenlandkreis eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Geodatennutzung.

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