Integration im ländlichen Raum

Interreg-Projekt Workshop
Der Burgenlandkreis nimmt an dem Projekt "Arrival Regions" der Europäischen Union teil. Gefördert werden die sprachliche, berufliche und soziale Integration von jungen in Ausbildung oder Arbeit befindlichen Migranten im ländlichen Raum. Ziel ist es, Einheimische und Zugewanderte zusammenzubringen, um Verständnis füreinander aufzubauen und beispielsweise eine Abwanderung wertvoller Arbeitskräfte in nahe gelegene Ballungszentren zu vermeiden.

Für ein Wochenende trafen Mitte Oktober erstmals 17 Jugendliche und Erwachsene zwischen 17 und 30 Jahren mit und ohne Zuwanderungsgeschichte in Bad Kösen aufeinander. Die jungen Menschen, welche sich in Ausbildung oder Arbeit befinden, kamen aus dem gesamten Landkreis zusammen. Im Fokus stand beispielsweise die Vermittlung von Werten wie Verantwortung, Pünktlichkeit und Teamgeist. Es wurden aber auch Themen wie Identität und Diskriminierung kritisch diskutiert. Ein Wanderausflug auf die Rudelsburg mit einem Ausblick auf Bad Kösen, das Saaletal und die Burg Saaleck regte zu einer Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte an. Zudem wurden Erinnerungen an die verlorene Heimat musikalisch oder szenisch verarbeitet, wobei sich für deutsche und migrantischen Teilnehmer die Möglichkeiten ergab, Einblicke in die jeweils anderen Kulturen zu erhalten.

Sobald dies die derzeitige Coronapandemie wieder zulässt, sollen der persönliche Austausch und die gemeinsamen kulturellen und historischen Erkundungen des Burgenlandkreises fortgesetzt werden. Das Interreg-Projekt Central Europe ARRIVAL REGIONS, ein europäisches Forschungsprojekt, bei dem der Burgenlandkreis als deutscher Vertreter unter sechs europäischen Ländern teilnimmt, läuft seit nunmehr 18 Monaten. Das Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig tritt dabei als federführender Projektpartner auf.

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