Im Juli gibt es im Burgenlandkreis 7,1 Prozent arbeitslos gemeldete Personen

Arbeitsmarktzahlen Juli 2018
Im Juli betrug die Arbeitslosenquote im Burgenlandkreis 7,1 Prozent. Damit liegt der Landkreis unter dem Landesdurchschnitt von 7,7 Prozent. Demnach waren in der Region von der Elsteraue bis zur Finne 6.664 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 55 mehr als im Vormonat und 636 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Im Bereich des SGB III, also bei der Agentur für Arbeit, waren 1.856 Arbeitslose registriert.

Im Jobcenter Burgenlandkreis gab es im Juli 4.808 Arbeitslosen. Das sind 33 weniger als noch im Vormonat. Im Vergleich zum Juli letzten Jahres schlägt hier ein Minus von 686 Arbeitslosen zu Buche. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug weiterhin 5,2 Prozent.

Eine positive Entwicklung zeichnet sich im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit ab, von der im Juli 2.447 Menschen betroffen waren. Das sind 377 Langzeitarbeitslose weniger als noch vor einem Jahr.

Im Monat Juni waren 507 Menschen mit anderen Nationalitäten im Burgenlandkreis arbeitslos registriert, 25 mehr als im Vormonat, 37 mehr als im Juli 2017.

Jugendarbeitslosigkeit
Die Jugendarbeitslosigkeit steigt saisonal typisch im Juli an. 670 Jugendliche unter 25 Jahre waren im Burgenlandkreis als arbeitslos registriert, 117 mehr als im Vormonat. Das entspricht einer Jugendarbeitslosenquote von 10,8 Prozent. Im Juli 2017 lag diese bei 11,1 Prozent.

"Etliche Unternehmen haben Sommerpause und stellen aktuell kein Personal ein. Viele Ausbildungen wurden zum 30. Juni mit absolvierten Prüfungen beendet und auch befristete Arbeitsverträge laufen quartalsüblich aus. Einstellungen erfolgen erst meist nach den Sommerferien", kommentiert Jary Hicksch, stellvertretende Geschäftsführerin der Weißenfelser Agentur für Arbeit diese Zahlen."Mit noch 356 offenen Ausbildungsstellen im Burgenlandkreis besteht für jeden Bewerber die Möglichkeit, eine Ausbildung zu finden. Oftmals passen die Wünsche der Jugendlichen und die Angebote bzw. Anforderungen der Unternehmen nicht zueinander. Hier gilt es beiderseits Kompromisse zu finden, um die verfügbaren Potentiale zu nutzen. Dies ist der erste Schritt, dringend benötigte Fachkräften zu entwickeln."


Regionen: Geschäftsstellen Weißenfels, Naumburg und Zeitz
Im Agenturbezirk Weißenfels entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Juli relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Naumburg; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 13 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Zeitz mit einer Abnahme von 4 Prozent.

Für die Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Weißenfels bedeutet dies im Einzelnen folgende Arbeitslosenquoten:

-   Weißenfels 7,3 Prozent
-    Naumburg 6,6 Prozent und
-    Zeitz 7,7 Prozent.

Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.

Die Zahl lag im Juli bei 9.891. Das sind 673 Personen weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Stellenmeldungen und Stellenbestand sowie sozialversicherungspflichtige Beschäftigte
Im Juli wird der höchste Bestand an Arbeitsstellen seit sechs Jahren erreicht. So waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Weißenfels im Juli 1.721 Arbeitsstellen gemeldet. Gegenüber Juni ist das ein Plus von 185 (12 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 233 Stellen mehr (16 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Juli 524 neue Arbeitsstellen. Das waren 144 Stellen (38 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 2.804 Stellen eingegangen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Stellen-Zuwachs von 81 (3 Prozent) entspricht. Zudem wurden im Juli 334 Arbeitsstellen abgemeldet. Das sind 36 Stellen (10 Prozent) weniger als im Vorjahr. Von Januar bis Juli gab es insgesamt 2.478 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das einen Zuwachs von 61 Stellen (3 Prozent).

"Die 524 Stellenmeldungen im Juli zeigen den erheblichen Bedarf an Fachkräften der hiesigen Unternehmen. Umso bedeutungsvoller ist es, mit geeigneten Qualifizierungen für entsprechenden Fachkräftenachwuchs jedes Alters zu sorgen. Hier sind nicht allein die Unternehmen gefragt. Gerade in den Beratungsgesprächen bietet sich die Möglichkeit, dem Berater Qualifizierungswünsche entsprechend der eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen zu unterbreiten. Oftmals entdecken unsere Beraterinnen und Berater so, welche versteckten Potentiale für den Arbeitsmarkt in dem ein oder anderen stecken", erklärt Hicksch.

Ausbildungsstellenmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Weißenfels 779 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 12,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 882 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 10,8 Prozent.

Ende Juli waren253 Bewerber noch unversorgt und 356 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es weniger unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (-15,4 Prozent), die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war ebenfalls kleiner (-10,8 Prozent).

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