Bescheinigungspflicht für Graupapageien

Graupapagei
Vermarktung nur mit EU-Bescheinigung

Für Halter der beliebten Graupapageien gibt es seit Januar 2017 eine wichtige Neuheit: Im Falle der Vermarktung sind jetzt behördliche EU-Bescheinigungen erforderlich. Solange diese Vögel im eigenen Besitz bleiben, sind keine Dokumente notwendig. Fehlen diese Bescheinigungen allerdings beim Verkauf, drohen strafrechtliche Ermittlungen.

Probleme bei der nachhaltigen Nutzung der Wildbestände führten zu einem rasanten Rückgang der Graupapageien in ihrem zentralafrikanischen Verbreitungsgebiet. Es besteht die Gefahr des Aussterbens. Deshalb legte die Konferenz der über 200 Staaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens ein weltweites Handelsverbot und die Hochstufung in den höchsten Schutzstatus, den Anhang A, für diese Art fest. Ausnahmen von diesem strengen Vermarktungsverbot, z. B. für legal gezüchtete Papageien, müssen beim Verkauf durch eine sogenannte EU-Bescheinigung nachgewiesen werden.

Vogelhalter aus Sachsen-Anhalt können die EU-Bescheinigungen beim CITES-Büro des Landesamtes für Umweltschutz, Zerbster Str. 7 in 39264 Steckby unter Vorlage der vollständigen Herkunftsbelege beantragen. Außerdem ist eine Kennzeichenablesung durch die Naturschutzbehörde des zuständigen Land- bzw. Stadtkreises notwendig und zu veranlassen.

Hinweise zur Antragstellung und den artenschutzrechtlichen Anforderungen gibt es unter auf der Internetseite des Landesamtes fur Umweltschutz. Dort finden Halter geschützter Tiere alle Informationen zu gesetzlichen Pflichten, zu denen auch die Kennzeichnung und Anmeldung beim CITES-Büro gehören.

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