Ausstellung zeigt Kubismus-Malerei von Matthias Schöneburg

Akt X von Matthias Schöneburg
Er ist Startpunkt für viele abstrakte Strömungen und wohl der einflussreichste Stil der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts: Der Kubismus. Bereits Picasso ließ in seinem Werk Demoiselles D’Avignon erste kubistische Elemente einfließen, seinem Namen verdankt der Stil jedoch dem Kunstkritiker Louis Vauxelles, der sich alles andere als begeistert von diesem Stil zeigte. Der Künstler Matthias Schöneburg präsentiert seit 20. August 2018 im Naumburger Landratsamt einige Werke in diesem unverwechselbaren Stil, in denen er mit unverwechselbarer Handschrift geschickt verschiedene Blickwinkel auf Stadtarchitektur und Industrie ermöglicht.

Matthias Schöneburg, Jahrgang 1974, aus Bad Bibra, ist für viele gewiss kein Unbekannter. Auf künstlerischem Gebiet ist er schon viele Jahre unterwegs und besonders hier im Burgenlandkreis sehr aktiv. Obwohl er bereits zu Schulzeiten seine kreative Seite entdeckte, fand er erst auf Umwegen auch seine berufliche Verwirklichung in der Kunst. Im Anschluss an seine Tischlerausbildung studierte Schöneburg und wurde zunächst Techniker in der Denkmalpflege. Seine Berufung fand er im anschließenden Malereistudium, das er mit Diplom abschloss. 

Verschiedenste Ausstellungen, u.a. in Mannheim, Leipzig, Halle, Weimar, Naumburg, aber auch die Teilnahme an Ausstellungen wie der kreislichen Triennale ließen bei dem Künstler eine unverwechselbare Handschrift reifen. Den Bad Bibraer faszinieren realistische Malweisen, wenngleich seine Leidenschaft in der klassischen Moderne liegt. Motive aus Stadtarchitektur und Industrie fängt er mit seinen Bildern in mehreren Ebenen ein. Der Künstler spielt dabei gekonnt mit Formen, Linien und Flächen, sodass das fertige Bild einiges vom Betrachter abverlangt. Es gibt immer wieder Details zu entdecken, die zu einer fast zauberhaften Veränderung von Materie und Licht des Bekannten führen. Kunst und Philosophie stehen für ihn in direktem Zusammenhang. Die Denkweise des dänischen Philosophen und Schriftstellers Sören Kierkegaard prägen seine Bilder. Die Wahrheit werde nicht nur in Sätzen vermittelt, sondern kommt eher durch die Bewegung des Menschen in seiner Zeit zum Ausdruck. Diese Gedanken greift Matthias Schöneburg in der Darstellung der Architektur und dem Licht, in deren gegenseitigem Durchdringen, Auflösen und Neuformen, auf.

Seit 2016 bietet der Künstler einschlägige Kurse in der Volkshochschule Burgenlandkreis an. Und es stimmt tatsächlich, dass jeder Mensch malen kann, wenn er nur will.

Kunstliebhaber/-innen können die Ausstellung im Haus 2, 2. Etage des Landratsamtes zu den Sprechzeiten bis Ende November besichtigen.

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