Aktuelle Arbeitslosenquote im Burgenlandkreis beträgt 7,1 Prozent

Arbeitsmarkt Mai 2018

Im Mai betrug die Arbeitslosenquote im Burgenlandkreis 7,1 Prozent. Damit liegt der Landkreis unter dem Landesdurchschnitt von 7,7 Prozent. Im Burgenlandkreis waren im Vormonat 6.644 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 325 weniger als im April. 

Langzeitarbeitslosigkeit ist weiterhin ein Thema im Burgenlandkreis. Von den 1.780 arbeitslos gemeldeten Menschen waren bei der Agentur für Arbeit 238 Männer und Frauen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Im Jobcenter wurden im Mai 2018 mit 4.864 arbeitslos Gemeldeten 682 weniger Personen registriert als im Mai 2017. Davon sind 2.265 Langzeitarbeitslose.

Romy Naumann-Reißner vom Jobcenter Burgenlandkreis: "Die weiterhin positive Entwicklung des Kundenbestandes im Jobcenter Burgenlandkreis ist Zeugnis für die kontinuierliche, nachhaltige Bewerberarbeit und Beleg für die Aufnahmefähigkeit und der Bedarfe des regionalen Arbeitsmarktes. Denn insbesondere durch Gestaltung von Bildungs- und Förderketten konnten Bewerber, darunter Langzeitarbeitslose, platziert bzw. für eine Vielzahl dieser eine Perspektive zum Wiedereinstieg ermöglicht werden." - Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, kurz IAB, hat sich ebenso mit diesem Thema beschäftigt. Laut einer Studie für das Jahr 2016 würden 44 Prozent der Betriebe in Deutschland Langzeitarbeitslosen im Einstellungsprozess eine Chance geben. Aus betrieblicher Perspektive sind die Chancen, als Langzeitarbeitsloser bei der Besetzung offener Stellen berücksichtigt zu werden, zwischen 2011 und 2016 deutlich um 11 Prozentpunkte gestiegen. "Dies sind positive Entwicklungen, an denen sich im Burgenlandkreis Unternehmen orientierten sollten, denn hier ist durchaus noch Luft nach oben. Das Rezept lautet hier: Langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance geben, mit der Agentur für Arbeit gemeinsam erforderliche Qualifikationen voranbringen und so den eigenen Fachkräftebedarf langfristig decken", sagt Stefan Scholz, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Weißenfels.

Positiv ist der weitere Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Im Mai waren 557 Jugendliche unter 25 Jahre im Burgenlandkreis als arbeitslos registriert, 22 weniger als im Vormonat. Das entspricht einer Jugendarbeitslosenquote von 9,0 Prozent. Im April lag diese noch bei 9,5 Prozent.

Regionen: Geschäftsstellen Weißenfels, Naumburg und Zeitz
Mit Blick auf die Regionen unterschreitet Naumburg die 7-Prozent-Marke. Dennoch entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Mai relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Naumburg; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Weißenfels mit einer Abnahme von 7 Prozent.


Für die Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Weißenfels bedeutet dies im Einzelnen folgende Arbeitslosenquoten:
- Weißenfels 7,4 Prozent
- Naumburg 6,6 Prozent und
- Zeitz 7,4 Prozent.


Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.
Die Zahl lag im April bei 9.960. Das sind 842 Personen weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.


Stellenmeldungen und Stellenbestand sowie sozialversicherungspflichtige Beschäftigte
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Weißenfels waren im Mai 1.529 Arbeitsstellen gemeldet. Gegenüber April ist das ein Rückgang von 64. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 32 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Mai 336 neue Arbeitsstellen, das waren 259 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 1.972 Stellen eingegangen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 18 oder 1 Prozent. Im Mai wurden 400 Arbeitsstellen abgemeldet, 78 weniger als im Vorjahr. Von Januar bis Mai gab es insgesamt 1.834 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 169 oder 10 Prozent.







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