Warum müssen die Leitungen und Unternehmen laut der Allgemeinverfügung auch die Daten von externen Dienstleistern übermitteln, bzw. wann gilt dies nicht?

Der § 20 a IfSG schreibt vor, dass die Leitungen und Unternehmen die Benachrichtigung und personenbezogenen Daten von Personen übermitteln, die bei ihnen tätig sind. Der Begriff der Tätigkeit ist weit gefasst und umfasst auch regelmäßig und nicht nur vorübergehend tätige Angestellte externer Dienstleister, wie Handwerker, medizinische Fußpfleger, Friseure, welche zur Einrichtung kommen und viele mehr. Deshalb müssen die Leitungen auch die Meldung für die externen Dienstleister übernehmen.

Besteht jedoch zwischen der Einrichtung oder dem Unternehmen, in der oder dem die Person eingesetzt wird, und dem Arbeitgeber der Person eine Absprache, kann auch der Arbeitgeber der betroffenen Person die Meldung vornehmen. In diesem Fall wird der Arbeitgeber für die Einrichtung oder das Unternehmen, in der oder in dem der Arbeitnehmer beschäftigt wird, als Auftragsdatenverarbeiter im Sinne der Datenschutzgrundverordnung DSGVO tätig, soweit er die Daten nicht bereits aus eigenem Recht verarbeitet.