Aktuelles für Wirtschaft

GRW-Förderung wurde angepasst Neue Landesregelungen setzen gezielt Anreize für mehr Investitionen

Durch Anpassung der Landesregelungen zur Investitionsförderung aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) will das Land Sachsen-Anhalt gezielte Anreize setzen, heimische Unternehmen stärker für Investitionen in ihren Betrieb zu motivieren. Unter anderem konnten in Sachsen-Anhalt bislang nur Investitionen aus der GRW gefördert werden, wenn dadurch neue Dauerarbeitsplätze entstehen. Diese Beschränkung soll künftig entfallen.

Die wesentlichen Änderungen der GRW-Landesregelungen im Überblick:
  • Gefördert werden können ab sofort auch Investitionsvorhaben von Unternehmen, durch die keinezusätzlichen Arbeitsplätze entstehen, sondern lediglich bestehende Arbeitsplätze gesichert werden. Dies gilt auch Vorhaben im Bereich des gewerblichen Tourismus.
  • Das Mindestinvestitionsvolumen wird von 70.000 Euro auf 50.000 Euro abgesenkt, was insbesondere für kleine Unternehmen von Bedeutung ist.
  • Die Branchen Druckerzeugnisse, Baustoffproduktion und Großhandel werden neu in die Förderungaufgenommen.
  • Bei der Breitbandförderung werden die Konditionen mit einem Fördersatz von bis zu 80 Prozent für die Kommunen verbessert.
  • Bei Vorhaben der touristischen Infrastruktur kann eine Förderung von bis zu 90 Prozent der Investitionskosten erfolgen.
Weiterführende Informationen erhalten Interessierte unter www.ib-sachsen-anhalt.de


Weiterbildung von Beschäftigten in Unternehmen (Sachsen-Anhalt Weiterbildung Betrieb)

Das Land Sachsen-Anhalt gewährt im Rahmen der Umsetzung der Strukturpolitik der Europäischen Union Zuwendungen für einzelne arbeitsmarktpolitische Vorhaben und Projekte mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Dies geht aus dem Runderlass des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, RdErl. des MS vom 9.12. 2015 - 53-32323-XV.3.1, hervor.
Danach sind Weiterbildungsmaßnahmen, die der Entwicklung und dem Erhalt betrieblich relevanter, fachlich-methodischer, sozialer und persönlicher Kompetenzen dienen und die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit unterstützen, förderfähig.

Informationen zu den einzelnen Voraussetzungen und Förderbedingungen sind hier zu finden.


Sachsen-Anhalt Weiterbildung DIREKT

Ab sofort werden mit dem Programm "Sachsen-Anhalt Weiterbildung DIREKT" wieder bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben beruflicher Weiterbildung und Zusatzqualifikation gefördert. Neu ist, dass sich volljährige Auszubildende sowie Berufsschülerinnen und Berufsschüler Zusatzqualifikationen bezuschussen lassen können. Dazu zählen unter anderem Lehrgänge auf dem Gebiet IT, Fremdsprachen, Betriebswirtschaft sowie im sozial-kommunikativen und interkulturellen Bereich.

Wichtig ist, dass die verbindlichen Anmeldungen oder die Vertragsunterzeichnungen zu den Weiterbildungsmaßnahmen erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheides erfolgen.

Hier finden Sie die aktuellen Unterlagen sowie detaillierte Informationen zum vorgenannten Förderprogramm.

Burgenlandkreis startet Projekt, um Jugendliche und Handwerk zusammenzubringen

Das Interesse von Jugendlichen an handwerklichen Berufen hat einen erstaunlichen Rückgang erlitten. Nicht zuletzt aufgrund verschiedenster Vorurteile: "Handwerksberufe sind nur was für Männer", "als Handwerker hat man keine Karrierechancen" oder "Maschinen kannst du vergessen, es läuft alles nur per Hand".

Dabei haben viele Jugendliche noch gar keine eigenen Erfahrungen mit Handwerksberufen gemacht. Wir finden, es ist an der Zeit mit solchen Klischees aufzuräumen. Deshalb führt der Burgenlandkreis, unterstützt durch die Agentur für Arbeit Weißenfels und die Handwerkskammer Halle, das Projekt "Hände hoch fürs Handwerk" durch. Ziel ist es, neues Interesse an den Ausbildungsberufen im Handwerk zu wecken und die
Schüler zu motivieren, ihm eine zweite Chance zu geben.

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Geplant sind Aktionstage für Schüler/-innen der Klassenstufen 8 und 9, an denen sie in den Unternehmen eigene Erfahrungen sammeln und neue Seiten des handwerklichen Berufsalltags entdecken können. Natürlich stehen die teilnehmenden Innungen und Unternehmen gern zum Gespräch bereit und stellen ihre Kontaktdaten zur Verfügung.


Bundesmodellvorhaben der Raumordnung (MORO)Region Halle als Zukunftslabor für ländliche Gebiete

2017-08-16_moro-projekt_wirtschaftDie Landkreise Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Burgenlandkreis haben sich unter dem Dach "Region Halle" zusammengeschlossen und beteiligen sich am BundesModellvorhaben der Raumordnung (MORO) "Lebendige Regionen - aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe". Gemeinsam wollen die drei Landkreise die Entwicklung von intelligenten und multifunktionalen Infrastruktursystemen voranbringen. Mit diesem innovativen Ansatz wurde die Region Halle vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 29. März 2017 als eine von 12 Regionen bundesweit in das Modellvorhaben aufgenommen.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in der Region verfolgt das Modellvorhaben das Ziel, die kommunalen Daseinsvorsorge-Infrastrukturen, insbesondere in den ländlichen Teilräumen der Region, zu sichern. Das Vorhaben ordnet sich in informelle Prozesse der Regionalentwicklung und in die bestehenden Zielstellungen der Landes- und Regionalplanung ein.
Im Rahmen des Modellvorhabens werden zwei Projekte vorbereitet, die unterschiedliche Lösungsansätze verfolgen: 1. Kostenminimierung und Sicherung von Standorten durch die multifunktionale Nutzung öffentlicher (Bildungs)- Infrastrukturen; und 2. Erschließung zusätzlicher Einnahmequellen durch die Sammlung und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten. Zudem werden Lösungen erarbeitet, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen langfristig zu sichern. Zu allen Themen finden derzeit Abstimmungen mit regionalen Akteuren statt. Für die Themen Bildungsinfrastrukturen und Finanzen wird am 31. August 2017 ein Arbeitsgruppentreffen stattfinden. Die Arbeitsgruppe Elektro wird sich am 07. September treffen.

Das gesamte Projekt wird bis Ende 2018 laufen und ist angelegt auf Informationsgewinn und Informationsaustausch sowie auf die Umsetzung erster, innovativer Ansätze im Themenfeld multifunktionale Infrastruktursysteme. Auch der bundesweite Informationsaustausch mit anderen MORO-Regionen, wie z.B. den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Barnim oder Coburg spielt eine wichtige Rolle. Die Region Halle hat die Chance, mit dem MORO-Projekt einen weiteren Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit zu machen und mit den geplanten innovativen Ideen an der bundesweiten Diskussion über die Zukunft der ländlichen Räume teilzunehmen.


Sachsen-Anhalt fördert Maßnahmen zur Barrierereduzierung

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt mit dem Aufzugsprogramm Investitionen in die uneingeschränkte Mobilität von Rollstuhlfahrern, gehandicapte oder ältere Menschen sowie Eltern mit Kleinkindern.Anträge nimmt die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) entgegen. Das Programm läuft bis 2019.

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