Weichen für erfolgreichen Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier sind gestellt

Mit der Übergabe eines Förderbescheids durch das Bundeswirtschaftsministerium an die Metropolregion Mitteldeutschland ist der Startschuss für das Programm "Unternehmen Revier" in Mitteldeutschland gefallen.

Zum Programmstart in Mitteldeutschland übergab Dr. Raphael L'Hoest, Leiter der Stabsstelle Strukturwandel im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, in Naumburg einen Förderbescheid an Landrat Götz Ulrich und Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH. Damit erhält die Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH als Regionalpartner des Programms im ersten Schritt einen Zuschuss, um bis September 2017 ein Regionales Investitionskonzept entwickeln zu können. Dieses Konzept soll die strategischen Ziele und Handlungsfelder für den Strukturwandel der Region beschreiben und wird anschließend Grundlage für Ideenwettbewerbe und die Auswahl von Projekten sein. Für "Unternehmen Revier" stehen aus dem Energie- und Klimafonds für zehn Jahre jährlich vier Millionen Euro zur Verfügung. Einzelmaßnahmen, wie z. B. Initiativen zur Qualifizierung, zur Vernetzung oder zur Innovationssteigerung können mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden.

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"Mit dem Programm ‚Unternehmen Revier‘ wollen wir die Menschen, Unternehmen und Initiativen aus den Braunkohleregionen dabei unterstützen, konkrete Projekte zu entwickeln und umzusetzen, um so die Zukunftschancen ihrer Region zu nutzen und den Strukturwandel zu gestalten. Das Engagement vor Ort ist aus unserer Sicht ein zentraler Erfolgsfaktor für neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen. Wir wollen die wirtschaftlichen Potenziale in den Braunkohlerevieren, also auch im Mitteldeutschen Revier, heben und die Ideen der Menschen aus der Region im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen. Der heutige Programmstart macht unmissverständlich deutlich: Der Bund steht zu seiner regionalpolitischen Verantwortung", so Ministerialdirigent Dr. Raphael L’Hoest, Leiter der Stabsstelle Strukturwandel im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Das mitteldeutsche Braunkohlerevier weise die Besonderheit auf, dass sich die Abbaugebiete in Sachsen-Anhalt und Sachsen befinden und der Strukturwandel somit länderübergreifend angegangen werden müsse. Ein Großteil der davon betroffenen Gebietskörperschaften sei Mitglied der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, meint Jörn Heinrich Tobaben. "Somit haben wir zusammen mit den Partnern aus Wirtschaft und Politik eine gute Umsetzungsplattform für dieses so zukunftsweisende Vorhaben", so der Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH weiter.

Abwicklungspartner des Projekts in Mitteldeutschland ist der Burgenlandkreis. Landrat Götz Ulrich sagte anlässlich der Bescheidübergabe in Naumburg: "Der Burgenlandkreis ist Hauptbetroffener dieses Strukturwandels im Mitteldeutschland. Wir müssen frühzeitig gegensteuern und den Menschen, die jetzt gut von der Kohle leben können, eine ernsthafte Perspektive aufbauen. Strukturwandel in der Kohle heißt daher Schaffung von neuen Industriebarbeitsplätzen, aber auch Regionalentwicklung im Sinne des Ausbaus der Infrastrukturen in Richtung von Leipzig, Halle und Jena."

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