Was Kleingärtner beim Verbrennen von Gartenabfällen beachten müssen

Landratsamt weist auf Einhaltung der Verbrennungsverordnung hin 

Mit Beginn des Monats März steht wieder die Zeit der Gartenfeuer ins Haus, die bei unsachgemäßer Handhabung schnell zum großen Streitpunkt in der Nachbarschaft werden können. Um diesen Streit möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen, weist der Burgenlandkreis auf die Einhaltung der Bedingungen für das Verbrennen pflanzlicher Abfälle hin. Das Verbrennen von pflanzlichen Gartenabfällen ist im Burgenlandkreis im Rahmen der bestehenden Verbrennungsverordnung geregelt. Wegen der Vielzahl von Einschränkungen und zur besseren Übersichtlichkeit ist über eine Kreiskarte darstellt, in welchen Städten und Gemeinden generell oder partiell ein Verbrennungsverbot besteht.

 

Übersichtskarte:



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Die Karten und Texte stellen lediglich Informationsmaterial für die Öffentlichkeit dar. Sie ersetzen weder amtliche Auskünfte noch rechtsverbindliche Aussagen. Sie sind zudem nicht als Unterlage bei Rechtsgeschäften oder als Nachweis in Verfahren vor Behörden geeignet. Werden amtliche Auskünfte zu einem der dargestellten Gebiete benötigt, so erteilt diese die zuständige Behörde auf Anfrage.
Der Burgenlandkreis übernimmt keinerlei Haftung für eventuelle Mängel an Inhalt und Richtigkeit der dargestellten Inhalte.



Die wichtigsten Punkte in Übersicht:
  • Gartenabfälle dürfen nur im Rahmen der Verbrennungsverordnung (VerbrVO BLK) unter Beachtung der örtlichen und zeitlichen Einschränkungen verbrannt werden,
  • der Brandschutz ist zu beachten,
  • erhebliche Rauchbelästigung ist zu verhindern. Aus diesem Grund dürfen nur trockene Gartenabfälle verbrannt werden,

  • Bei starkem Wind oder schlechtem Wetter (u.a. Regen) darf nicht verbrannt werden,

  • Verboten ist das Verbrennen von Abfällen wie Unrat, Farbe, Plasten, Reifen, Bauholz und Hausmüll,

  • Verboten ist die Verwendung von Mineralölprodukten zur Brandbeschleunigung.

Pilotprojekt in Lützen und Hohenmölsen sowie erweiterte Entsorgungsmöglichkeiten 

Der Verwaltungsrat der Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd (AWSAS) hatte bereits im Vorjahr beschlossen, das System der Grün- und Astschnittentsorgung auszubauen. 
Landrat Götz Ulrich weist in diesem Zusammenhang auf das am 1. März durch die AWSAS gestartete Pilotprojekt hin: "In Hohenmölsen und Lützen wird bis zum 30. Juni 2017 eine Astschnittsammlung auf Abruf getestet. Die gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse werden in die Entscheidungsfindung einfließen, wenn es um weitere Einschränkungen bzw. den Wegfall der Verbrennungsverordnung gehen soll. Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass eine Entscheidung hierzu erst dann ergehen kann, wenn das System der Annahmestellen komplettiert ist und wir nach Durchführung des Modellversuchs in Lützen und Hohenmölsen entschieden haben, ob wir die Sammlung auf den ganzen Burgenlandkreis ausweiten wollen." 

Durch das Umweltamt wird in diesem Zusammenhang auf die Grundsätze der Verbrennungsverordnung hingewiesen. Danach sind pflanzliche Gartenabfälle vorrangig durch Kompostierung stofflich zu verwerten. Eine Verbrennung dieser Abfälle sollte erst nach Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten in Betracht kommen. Für März 2017 sind durch das Umweltamt wieder Kontrollen zur Verbrennung von pflanzlichen Gartenabfällen in den Städten und Gemeinden geplant. Diese werden auch außerhalb der regulären Dienstzeiten stattfinden. Damit wird den Hinweisen aus der Bevölkerung entsprochen, die in diesen Zeitspannen eine Kontrolltätigkeit vermissten. Ziel der Kontrollen ist die Feststellung, inwieweit die Verbote und Beschränkungen der Verbrennungsverordnung eingehalten werden. Bei festgestellten Verstößen können auch bereits vor Ort Verwarngelder ausgesprochen werden.


Auskunft und Kontakt

Weitere Auskünfte erhalten Sie im 

Umweltamt - Sachgebiet Untere Abfall- und Bodenschutzbehörde

Telefon: 03443 / 372 - 241 und 372 -403


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