Verbindliche Standards für Kindertageseinrichtungen

Handbuch im Beisein von Sozialministerin Petra Grimm-Benne präsentiert

Der Burgenlandkreis setzt seine Bildungsoffensive fort. Ein weiterer Meilenstein wurde nun mit dem Qualitätshandbuch für Kindertageseinrichtungen im Beisein von Sozialministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Petra Grimm-Benne der Öffentlichkeit präsentiert.

Bei der Vorstellung vor Vertretern aus Politik und Kommunen, Trägern von Einrichtungen, Kreiselternvertretern und Verantwortlichen aus den Kindertageseinrichtungen unterstrich Landrat Götz Ulrich die Bedeutung des Werkes. "Neben unserem ersten umfassenden Bildungsbericht für den Burgenlandkreis, den ich kürzlich im Kreistag vorlegen konnte und unserem Integrationskonzept, das dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt wird, ist dieses Qualitätshandbuch das dritte wichtige Dokument, das unsere Bildungslandschaft beeinflussen kann", so Ulrich.

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Die darin enthaltenen Grundsätze und Maßstäbe sind nunmehr für alle Kindertageseinrichtungen im Burgenlandkreis, unabhängig von ihrer Trägerschaft, verbindlich. Dabei dient das Qualitätshandbuch als Grundlage zur Steuerung und Kontrolle von Qualitätsentwicklungsprozessen.

Fachlich begleitet wurde der Entstehungsprozess des Qualitätshandbuches von Klaus Rzejak und Heike Fiedler-Schilling von der Bildungsvereinigung "Arbeit und Leben". Beide betonten, dass die im Handbuch enthaltenen Standards im gemeinsamen Miteinander entstanden sind. So haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Kindertageseinrichtungen, aus den Verwaltungen der Städte und Gemeinden, der Eltern und das Jugendamt des Burgenlandkreises der Herausforderung gestellt, in gemeinsamer Diskussion die wesentlichen Merkmale guter Qualität in der Frühkindlichen Bildung zu beschreiben.

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Einen ersten Einblick in die Arbeitsweise mit dem Handbuch gab Heike Fiedler-Schilling den 180 Teilnehmenden. So werden in fünf Qualitätsdimensionen 84 Kriterien beschrieben und Impulsfragen für den Entwicklungsprozess gestellt.

Ursula Kühn, Leiterin des Jugendamtes dankte ausdrücklich Landrat Götz Ulrich für die Unterstützung sowie ihren beiden Mitarbeitern Marianne Levai und Martin Kapust, die sich maßgeblich für die Erarbeitung des Handbuchs verantwortlich zeigten. Zudem kündigte Kühn an, dass der Bereich Fachberatung im Jugendamt in den nächsten Monaten ausgebaut werden soll. Zu den beiden Mitarbeitern sollen weitere sechs hinzukommen, die dann die 155 Einrichtungen und 44 Trägern im Burgenlandkreis fachlich begleiten. Der Burgenlandkreis übernimmt dabei für zwei Jahre die Anschubfinanzierung. 

Den Einrichtungen und Trägern wird das Handbuch kostenfrei zur Verfügung gestellt. Laut Kühn hat die Hälfte der Einrichtungen bereits signalisiert, damit arbeiten zu wollen, so dass für das erste Halbjahr 2018 zahlreiche Einführungs- und Informationsveranstaltungen mit den Einrichtungen und Trägern geplant wurden, um diese bei der Umsetzung zu unterstützen.

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Den Abschluss der Veranstaltung im Naumburger Euroville bildete eine Cartoon-Präsentation von Renate Alf, die viele Alltagssituationen aus der Kita humoristisch beleuchtete.

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