Neuer Besuchermagnet in Burgwerbener Schloss

Die Jugendlichen sind sichtlich stolz auf ihr Werk.
Sieben Monate lang haben dreizehn Jugendlichen gewerkelt und gebaut: Aus Holz-, Stroh- und Astmaterial formten sie nach und nach Wohnhäuser, einen Wehrturm, Stallungsanlagen. Alte Besen wurden zu neuen Dächern und mit einem Blick für die Details fügten sich die Einzelteile schließlich zur großen Burganlage zusammen. 2,50 Meter mal 2,50 Meter groß ist das Modell, das die Jugendlichen am Freitag feierlich mit einigem Stolz vor zahlreichen Gästen enthüllten: Nachdem es viele Jahre nur ein paar Skizzen der einstigen Grenzbefestigung gab, bildet das originalgetreue Modell der Wirbinaburg nun die Lebenswirklichkeit der damaligen Zeit ab.

Diese Geschichte wachzuhalten, hat sich der Verein "Wirbinaburgverein für kulturhistorische Heimatpflege e. V." auf die Fahne geschrieben, der sich sehr engagiert um die Erforschung und Pflege der Heimatgeschichte kümmert. Vor nicht allzu langer Zeit hatte der Verein die Idee zum Nachbau der Wirbinaburg. In Zusammenarbeit zwischen dem Wirbinaburgverein für kulturhistorische Heimatpflege e.V., der Interessengemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg e.V. und der Koordinierungsstelle JUGEND STÄRKEN im Quartier im Amt für Bildung des Burgenlandkreises konnte ein Modell der einstigen Wehranlage entstehen. Innovativ am Projekt: Die regionale Vernetzung der verschiedenen Partner der Jugendarbeit. So erfolgte die Umsetzung gemeinsam mit dem Jobcenter Burgenlandkreis und der Jugendberatungsstelle Weißenfels.

Im Projekt "Wirbinaburg" arbeiteten Jugendliche, die eine besondere Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf haben. Zur Seite standen ihnen ein Ausbilder und Sozialpädagoge. Kreative Impulse gab auch eine Exkursion der Gruppe nach Tilleda: Danach entwickelten sich verschiedene Ideen zu Handwerksgeräten, Haushaltsausstattung und vielen kleinen Details, die das Leben im 6. Jahrhundert erlebbar machen. Landrat Götz Ulrich würdigte zur Übergabe des Modells im Burgwerbener Schloss das Projekt als großen Erfolg für alle Beteiligten, das vor allem die Jugendlichen vorangebracht hat. "Beim Bau der Wohn- und Stallanlagen aus Holz, Stroh- und Astmaterial konnten die Jugendlichen ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und neue berufliche Perspektiven für sich entdecken. Mit der Wirbinaburg ist aber auch ein Besuchermagnet für das Burgwerbener Schloss geschaffen worden."

Sichtlich stolz erklärten die Jungen den Gästen anschließend, was sie in den vergangenen Monaten geschaffen haben. Künftig kann sich jeder das Modell ansehen, der das Burgwerbener Schloss besucht. Eigens dafür haben die Jugendlichen einen Kurzfilm zur Entstehung des Modells sowie eine Präsentationsmappe angefertigt.

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