Ministerpräsident Haseloff zu Besuch im Burgenlandkreis

Besuch des Agricolagymnasiums in Hohenmölsen
Im Rahmen seiner Schultour besuchte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff am Donnerstag, den 23. Februar 2017, das Agricolagymnasium in Hohenmölsen. An diesem lernen derzeit 527 Schülerinnen und Schüler, welche von 38 Stammlehrkräften und sechs Abordnungen sowie einem Referendar unterrichtet werden. 

Begleitet wurde der Ministerpräsident unter anderem von Landrat Götz Ulrich, Bildungsamtsleiter Dr. Lars Knopke, Landtagsabgeordnete Eva Feußner, einem Vertreter des Landesschulamts sowie dem Bürgermeister von Hohenmölsen, Andy Haugk. 
 
Schuldirektor Frank Meudtner führte die Besucher durch seine Schule und stellte verschiedene Angebote der Ganztagsschule vor. So traf der Ministerpräsident zum Beispiel eine Gruppe Schülerinnen, welche sich mit Handarbeiten beschäftigen, und die Roboter-AG, eine Gruppe von technisch interessierten Schülern, welche selbstständig Roboter bauen und programmieren.

Während des Besuchs der Schulbibliothek wurde auch das Thema Lesebegeisterung unter Schülern angesprochen. So betonte der Ministerpräsident die Bedeutung von Printmedien, weil das Lesen digitaler Medien oftmals oberflächig bleibt. Gesprächsthema war u. a. auch der kommende Strukturwandel durch Änderungen in der EU- und bundesweiten Energiepolitik. Die Auswirkungen dieser betreffen auch die Region Hohenmölsen mit dem Tagebau Profen, den die Mibrag betreibt. Die Braunkohle bietet der Region jede Menge Arbeitsplätze, die indirekt auch Auswirkungen auf den Schulstandort haben. Viele ehemalige Abiturienten des Gymnasiums arbeiten seit Jahren bei der Mibrag. Ministerpräsident Haseloff versicherte jedoch, dass die Energieversorgung durch Braunkohle während der aktuellen Legislaturperiode (bis 2021) in Sachsen-Anhalt unangetastet bleibt. Wann jedoch das Aus für den Bergbau kommt - 2035 oder 2050- ist bishlang noch unklar. Wichtig ist, und das betonten Landrat als auch Arbeitsdirektor Heinz Junge von der Mibrag, dass zur Bewältigung eines solchen Strukturwandels eine enge Zusammenarbeit von Kreis und Land nötig sein wird und sehr langfristig geplant werden muss.

Auch bei den Vertretern des Schülerrats, der Schülerfirma und den Eltern erkundigte sich der Ministerpräsident nach bestehenden Sorgen und Problemen. Zur Sprache kamen das Problem der Langzeitkrankschreibungen von Lehrpersonal und damit verbundene Belastungen für Schüler und Lehrer. Nils Lehmann von der Schülerfirma bemängelte u. a. das langsame Internet. Der Landrat bestätigte, dass man sich der Situation bewusst und mit der Telekom in Kontakt sei und bereits an Lösungen für eine bessere Breitbandversorgung arbeite. Landrat Ulrich machte deutlich, dass erst ein ausführliches IT-Konzept für die Realisierung des Projektes zugrunde liegen müsse.

Sowohl Besucher als auch Gastgeber zeigten sich erfreut über den konstruktiven Austausch und nahmen wichtige Informationen sowie Anregungen aus den Gesprächen mit.

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