Migrationsagentur feierlich eröffnet

Burgenlandkreis nimmt Vorreiterrolle ein

Am 26. April 2018 wurde die Migrationsagentur des Burgenlandkreises, kurz MIA genannt, feierlich eröffnet. In der Willkommensbehörde arbeiten Bedienstete aus dem kommunalen Jobcenter, dem Jugendamt, dem Wirtschaftsamt und dem Amt für Bildung, Kultur und Sport unter einem Dach eng mit den Mitarbeitern des Integrations- und Ausländeramtes zusammen. Auch die Agentur für Arbeit, der Kreissportbund, die Kreisvolkshochschule und der Kirchenkreis Naumburg-Zeitz entsenden Mitarbeiter. Insgesamt sind 71 Personen in der Migrationsagentur tätig.
  
"Das ganzheitliche Integrationsangebot zielt nicht nur auf Flüchtlinge, sondern auch auf die weitaus größere Gruppe der EU-Bürger und der künftigen Arbeitsmigranten aus Drittländern", sagte Landrat Götz Ulrich. Man brauche diese Menschen in den Unternehmen und Handwerksbetrieben des Burgenlandkreises. Mit der Gründung der MIA nimmt der Burgenlandkreis bundesweit eine Voreiterrolle ein.

Der feierlichen Eröffnung in dem Erweiterungsbau des Landratsamtes in Naumburg wohnten zahlreiche Gäste bei. So konnten Landrat Götz Ulrich und der Leiter der Migrationsagentur, Thomas Postleb, unter anderem die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Petra Grimm-Benne, die Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, Staatssekretärin Susi Möbbeck, und die Staatssekretärin aus dem Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Tamara Zieschang, begrüßen.

Dr. Tamara Zieschang erklärte: "Die Verwaltungskultur und -struktur muss der zunehmenden Internationalisierung und der Zuwanderung Rechnung tragen. Deshalb freue ich mich sehr, dass der Burgenlandkreis mit dem Aufbau der Migrationsagentur diese Ansprüche - einerseits Recht und Gesetz ordnungsgemäß umzusetzen, andererseits als kommunaler Dienstleister mit Beratungs- und Integrationsaufgaben aufzutreten - in einer Verwaltungsstelle vereint."

Ministerin Grimm-Benne lobte den innovativen Weg, den der Burgenlandkreis mit der Migrationsagentur ganz im Zeichen der Integration beschreitet.

Zahlen und Fakten:
Im Burgenlandkreis leben derzeit knapp 10.000 Ausländer. Davon sind zwei Drittel EU-Ausländer. Von den 3.716 Drittstaatsangehörigen sind knapp 2.000 Personen Geflüchtete.
Die Zahl der Geflüchteten ist seit Sommer 2016 nahezu unverändert. Was sich geändert hat, ist der Anteil der anerkannten Flüchtlinge. Dieser stieg von 247 Personen Ende 2015 auf nunmehr 1.280 Personen an. Damit liegt der Anteil der Ausländer hier im Burgenlandkreis mit sicherer Bleibeperspektive bei über 9.000 Personen.





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