Breitbandausbau: Minister überreicht Förderbescheide aus zwei EU-Fonds

Wirtschaftsminister Armin Willingmann übergibt zwei Fördermittelbescheide an Landrat Götz Ulrich

Sachsen-Anhalt treibt den Breitbandausbau voran: Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat am 15. Juni 2017 zwei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt knapp 10 Millionen Euro aus EU-Mitteln des Landes an den Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, überreicht. Mithilfe der Förderung wird der Kreis Privathaushalte und öffentliche Einrichtungen in unterversorgten Städten und Gemeinden mit mindestens 50 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit anschließen. Unternehmen in Gewerbegebieten erhalten sogar 100 Mbit/s Up- und Download.

Prof. Dr. Armin Willingmann: "Wir bringen schnelles Internet in die Fläche. Und das ist auch notwendig. Unsere Unternehmen brauchen eine gute digitale Infrastruktur, um zukunftsfähig zu bleiben. Auch für private Haushalte ist ein leistungsfähiger Breitbandanschluss wichtig. Der Burgenlandkreis bekommt jetzt flächendeckend schnelles Internet - durch die Kombination von EU- und Bundesmitteln sogar mit einem Fördersatz von 90 Prozent."

Landrat Ulrich: "Die Menschen in vielen Dörfern im Burgenlandkreis warten händeringend darauf, dass wir mit dem Ausbau beginnen können. Die Erwartungen sind sehr hoch. Die Bewilligung des Landes Sachsen-Anhalt ist dafür wichtig. Der vorgesehene Ausbau ist dann der erste Schritt hin zu einer digitalen Gesellschaft, die wir im Burgenlandkreis benötigen, um angesichts des Strukturwandels in der Braunkohle mit seinen Auswirkungen auf die Menschen hier als Wohn- und Arbeitsstandort attraktiv zu bleiben. Am Ende muss das Glasfaser auf jedes Grundstück kommen; das bleibt unser großes Ziel."

Der Burgenlandkreis investiert insgesamt rund 16,8 Millionen Euro in das schnelle Internet. Die Finanzierung setzt sich wie folgt zusammen:
- rund 5,9 Mio. Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER),
- rund 3,9 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE),
- rund 5,3 Mio. Euro aus dem Bundesprogramm sowie
- rund 1,7 Mio. Euro als 10-prozentiger Eigenanteil des Kreises.
Im EU-weiten Auswahlverfahren für den Breitbandausbau haben sich die Deutsche Telekom und das saarländische Unternehmen Inexio durchgesetzt.


Hintergrund:
Neben Investitionen der privaten Netzbetreiber stehen in Sachsen-Anhalt zur Förderung des Breitbandausbaus mehr als 200 Millionen Euro zur Verfügung, davon 40 Mio. Euro aus dem EFRE und 70 Mio. Euro aus dem ELER. Durch Kombination der Fördertöpfe von EU, Bund und Land beträgt der Eigenanteil der Kommunen max. 10 Prozent. Neben dem Anschluss von Privathaushalten und Unternehmen an das schnelle Internet liegt der besondere Schwerpunkt der Förderung in der Breitband-Anbindung aller Schulstandorte.

Links:

Breitbandatlas Sachsen-Anhalt

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)


 

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