Ausbildung von Nachwuchs im Verbund

Kleine Betriebe stellt die Berufsausbildung von Nachwuchsfachkräften oft vor große Herausforderungen. Besonders im Bereich des metallverarbeitenden Gewerbes verharrt das Angebot an Ausbildungsstellen seit Jahren auf einem niedrigen Niveau. Mit der Gründung des Ausbildungsverbundes Metall will der Burgenlandkreis gemeinsam mit den Unternehmen Gehring Naumburg GmbH & Co. KG, der Automation, Sonder- & Werkzeugmaschinenbau ASW GmbH und der Gebäudetechnik Possenhain GmbH dieses Problem lösen.

Im Beisein von Wolfgang Beck, Abteilungsleiter Arbeit und Integration im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt und Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises, wurde heute bei der Gehring Naumburg GmbH & Co. KG der Verbund offiziell eröffnet. Mit der Gründung des "Ausbildungsverbundes Metall im Burgenlandkreis" sollen Betriebe unterstützt werden, zusätzliche Ausbildungsplätze bereitzustellen, die Qualität der Ausbildung zu erhöhen und damit auch potentielle Bewerber zu motivieren. Aktuell bilden die Unternehmen sieben Auszubildende aus. Durch den Verbund soll künftig die Zahl der Ausbildungsplätze steigen und durch den Beitritt weiterer Unternehmen dieser breiter aufgestellt werden.

Wie Landrat Götz Ulrich im Rahmen der Eröffnung sagte, ebne der Verbund den Weg in eine gut strukturierte Ausbildung und für den Nachwuchs in eine erfolgreiche persönliche und berufliche Zukunft. Ulrich: "Der Ausbildungsverbund Metall leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Metallbranche im Burgenlandkreis. Darüber hinaus unterstützt er den Erhalt der lokalen Wirtschaftsstrukturen und trägt dazu bei, junge Menschen in der Region zu halten."

Durch die gemeinsame Ausbildung im Rahmen des Verbunds sollen Unternehmen in die Lage versetzen werden, nun selbst Nachwuchskräfte ausbilden, die bislang nur einen Teil der berufspraktischen Ausbildung realisieren konnten. Der schulische Teil der dualen Ausbildung findet für alle Auszubildenden gleichermaßen in den Berufsbildenden Schulen Burgenlandkreis statt. So soll ein positiver Beitrag zur Stärkung und Weiterentwicklung der Ausbildungsmöglichkeiten in den Bildungsgängen des metallverarbeitenden Gewerbes im Burgenlandkreis geleistet werden.

Im Ausbildungsverbund ist eine Ausbildung in den Berufen Zerspanungsmechaniker/in; Industriemechaniker/-in; Konstruktionsmechaniker/-in und Mechatroniker/-in möglich. Dabei sollen auch Mädchen für eine Ausbildung im Metallbereich begeistert werden.

Die Kosten des Ausbildungsverbundes werden zu 80% durch das Landesprogramm Regionales Übergangsmanagement Sachsen-Anhalt (RÜMSA) gefördert. Die verbleibende Summe wird von der Firma Gehring aufgebracht.


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