Achtung Autofahrer! Kröten überqueren wieder die Fahrbahnen

Jetzt im Frühjahr begeben sich Kröten und andere Amphibien, wie Erd- und Wechselkröte, Teich- und Grasfrosch sowie Berg- und Teichmolch, wieder auf den Weg zu den Laichgewässern. Im zurückliegenden Winter machten den wechselwarmen Amphibien extreme Temperaturschwankungen schwer zu schaffen. So genannte "Kahlfröste" mit Temperaturen unter minus 10 Grad Celsius und ohne schützende Schneedecke drangen tief in den Boden ein und erreichten hier die Winterquartiere der Amphibien. Verluste unter den in Starre verharrenden, wechselwarmen Lurchen waren deshalb unvermeidlich.

Damit die Tiere nun aber wohlbehalten das Laichgewässer erreichen und sie unterwegs nicht im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder geraten, stellt der Burgenlandkreis an potenziellen Gefahrenstellen Krötenzäune und Warnschilder auf. Diese Maßnahmen dienen auch der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Denn die überfahrenen Tiere stellen eine erhöhte Rutschgefahr dar.

Das Umweltamt bittet alle Kraftfahrer für den relativ kurzen Zeitraum der Amphibienwanderung, der etwa sechs bis acht Wochen umfasst, besonders vorsichtig zu fahren und die Warnschilder zu beachten. Insbesondere in den späten Abend- und frühen Morgenstunden werden die Tiere aktiv und sind für Verkehrsteilnehmer spät zu erkennen. "Wenn die Tage wieder länger werden, die Temperaturen auf fünf Grad Celsius und darüber hinaus ansteigen und es dazu noch öfters regnet, dann kommen insbesondere die Erdkröten aus ihren Winterquartieren, um sich auf den Weg zu Teichen und Weihern zu machen", erklärt die Leiterin des Umweltamtes Burgenlandkreis, Dr. Ariane Körner.

Das Ziel der Tiere ist das so genannte Laichgewässer, das ein Teich, ein See oder aber auch ein Wiesengraben sein kann. Zur Sicherheit der Kröten und der Autofahrer hat der Burgenlandkreis vorsorglich Warnschilder aufgestellt. Diese befinden sich unter anderem an den Kreisstraßen K2190 in Kleingöhren, K2224 Romsdorf und Weickelsdorf, K2220 bei Breitenbach sowie an der Landesstraße L 196 in Lindenberg. 

Außerdem werden an 17 Streckenabschnitten Krötenzäune mit einer Gesamtlänge von über 4.300 m aufgestellt (Siehe Dokument im Anhang). Die Krötenzäune stehen durchschnittlich vier bis fünf Wochen. Unterstützung beim Ablesen der Kröten und Hinübertragen zu ihren Laichgewässern bekommt der Landkreis durch Beschäftigte von Arbeitsfördergesellschaften sowie an den Wochenenden von ehrenamtlichen Naturschutzhelfern.


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