Im Dezember 2009 trat für das Land Sachsen-Anhalt das Gesetz zur Verbesserung des Schutzes von Kindern in Kraft. Auf dieser Grundlage haben in allen Landkreisen Sachsen-Anhalts Lokale Netzwerke Kinderschutz ihre Arbeit aufgenommen und fortführend evaluiert. So ist es in den letzten Monaten gelungen, im Burgenlandkreis ein Netzwerk "Frühe Hilfen" unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Erziehungswissenschaften der "Friedrich-Schiller-Universität" Jena aufzubauen, dessen Arbeit inhaltlich sowie zielgerichtet im Sinne des Kinderschutzes zu konkretisieren und Kooperationspartner aus verschiedenen Bereichen zu gewinnen.
Das aktuelle, seit 01.01.2012 gültige, Bundeskinderschutzgesetz bekräftigt inhaltlich die Initiativen des Netzwerkes und gibt weitere Impulse für die künftigen Arbeitsaufgaben.
Neben einem jährlichen Treffen aller Akteure aus dem Burgenlandkreis, wo es in erster Linie um die grundlegende Verständigung des gemeinsamen Agierens aller Gruppen im Lokalen Netzwerk und den Ausbau von Kooperationen geht, trifft sich zwei bis dreimal im Jahr eine Steuerungsgruppe bestehend aus sechs Fachkräften mit den Tätigkeitsspektren Gesundheitswesen, Familienhilfe, Kindertageseinrichtungen, Schulen und öffentliche Jugendhilfe zum Erfahrungsaustausch sowie zur Planung konkreter Handlungsschritte.
Primäres Ziel ist aktuell, dass verschiedene Arbeitsgruppen, die bereits tätig bzw. noch im Aufbau sind, ein einheitliches Meldesystem einschließlich Vorgehensweisen, Dokumentationen sowie Begriffsdefinitionen eruieren, diese Handlungsschritte auf breiter Ebene bekannt machen und somit Informationstranzparenz absichern. Hierbei steht auch im Vordergrund, die Zielgruppen Eltern und Kinder einzubeziehen sowie Angebote zu entwickeln bzw. verbindlicher zu vereinbaren.
Weiterhin sollen die bestehenden Netzwerkstrukturen innerhalb des BLK analysiert und vernetzt werden. Perspektivisch soll ein Transfer von Wissen und Erfahrungen zwischen den Netzwerken gewährleistet sein.
Dem Netzwerk "Frühe Hilfen" Burgenlandkreis gehören bisher Akteure aus nachfolgenden Bereichen nominal an:
Gesundheitsamt, Träger der Wohlfahrtspflege, Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung, Angebote und Dienste der Hilfen zur Erziehung, Schwangerenberatungsstellen, Frauenhäuser, Ordnungsbehörden, Geburtskliniken, Kinderkliniken, Krankenhaussozialdienste, Familienrichter/-innen, Staatsanwaltschaft.
Es wird angestrebt, Hausärzte/-innen, Verfahrenspfleger/-beistand sowie Schulen als neue Partner zu gewinnen.
Das Netzwerkportal einschließlich des nachfolgenden Netzwerktelefonbuchs mit Stand 17.02.2012 wird regelmäßig überarbeitet und aktualisiert. Unser Ziel ist eine beständige Erweiterung des Netzwerkes und die Ergänzung neuer Kontaktdaten. Bei Rückfragen, Interesse am Netzwerk und/oder Motivation zur Mitwirkung melden Sie sich bitte bei Frau Stein vom Jugendamt unter der Telefonnummer 03445 731365 bzw. per E-Mail unter Stein.Heike@blk.de.