Arbeitslosenquote im Burgenlandkreis befindet sich weiterhin auf historischem Tiefstand

Arbeitsmarkt im Juni

Im Burgenlandkreis beträgt die Arbeitslosenquote für den Monat Juni 7,6 Prozent. Landrat Götz Ulrich: "Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Burgenlandkreis verläuft weiterhin sehr positiv. Zur Jahresmitte 2017 haben wir die niedrigste Arbeitslosenquote aller Zeiten. Der Burgenlandkreis entwickelt sich besser als andere Regionen in Sachsen-Anhalt. Unser Landkreis liegt unter der Landesquote in Sachsen-Anhalt von 8,1 Prozent. Allerdings stehen wir auch vor keinen leichten Herausforderungen: Die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen wird schwieriger. Der bevorstehende Strukturwandel in der Braunkohle wirft seine Schatten voraus und auch die Entwicklungen in der Burgenlandkäserei Bad Bibra sowie die anstehende Schließung bei Lieken in Weißenfels machen mir Sorgen."

Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit

Im Juni waren im südlichsten Landkreis Sachsen-Anhaltes 7.183 Frauen und Männer arbeitslos. In der Betrachtung zum Vormonat ist dies eine Verringerung um 103 Arbeitslose. Damit sinkt die Arbeitslosenquote saisontypisch. Im Vergleich zum Vorjahr sind 1.410 Arbeitslose weniger registriert. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin auf historischem Tiefstand bei 7,6 Prozent, damit 0,1 Punkte unter dem Vormonatswert.
1.674 Arbeitslose werden durch die Agentur für Arbeit betreut. Die Zahl hat sich gegenüber dem Vormonat um 66 verringert. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 1,8 Prozent. Weitere 5.509 Arbeitslose stehen in der Betreuung des Jobcenters und beziehen Arbeitslosengeld II. Die Zahl liegt in diesem Rechtskreis um 37 Arbeitslose unter dem Niveau des Vormonats. Damit konnten sowohl die Arbeitsagentur als auch das Jobcenter den saisontypischen Aufschwung weiterhin nutzen und somit die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni weiter reduzieren.
Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich im Juni weiter um 37 auf 2.887 Betroffene. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 391 Menschen weniger von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.
Der Bestand an arbeitslosen Ausländern bleibt nach dem Rückgang in den letzten Monaten im Berichtsmonat auf dem Niveau des Vormonats.
Jugendliche unter 25 Jahren profitieren derzeit leider nicht von den positiven Entwicklungen auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Die Jungendarbeitslosenquote stieg von 9,4 Prozent im Mai auf aktuell 9,7 Prozent. Auffällig ist hierbei, dass der Zuwachs im Rechtskreis SGBII zu verzeichnen ist. Dort waren zur Jahresmitte 458 arbeitslose Jugendliche registriert. Im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur hingegen nur 131 Jugendliche.

Regionen: Geschäftsstellen Weißenfels, Naumburg und Zeitz

In der Region Weißenfels
wurden im Juni 2.780 arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Das entspricht einer Verringerung von 57 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 485 gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,7 Prozent und damit leicht über dem Durchschnitt des Landkreises. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 9,2 Prozent.

In der Region Naumburg waren im Juni 2.470 Arbeitslose gemeldet. Das ist eine minimale Erhöhung von 5 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 390 gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat (8,5 Prozent) hat sich die Quote zudem um 1,1 Prozentpunkte verringert und ist mit 7,4 Prozent weiterhin die niedrigste im gesamten Landkreis.

In der Region Zeitz waren im Juni 1.933 arbeitslose Frauen und Männer registriert. Hier stellt sich ein Rückgang von 51 gegenüber Mai 2017 dar. Binnen Jahresfrist ist die Arbeitslosigkeit um 535 Personen gesunken. Mit einer derzeitigen Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent kann in Zeitz ein Rückgang zum Vorjahr um 2,1 Prozentpunkte verzeichnet werden. Positiv zu erwähnen ist dabei ebenso der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jobcenter Burgenlandkreis (27 Prozent weniger als im Juni 2016).

Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die Teilnehmer an Maßnahmen sind oder einen Sonderstatus (etwa kurzfristige Arbeitsunfähigkeit) innehaben und damit nicht arbeitslos sind. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Juni bei 10.559. Das sind 1694 Personen weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Unterbeschäftigtenquote liegt im Juni bei 10,9 Prozent.

Weniger Leistungsempfänger
Zur Jahresmitte 2017 sind immer weniger Einwohner des Burgenlandkreises von den Geldleistungen der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters abhängig. Derzeit beziehen 1.418 Männer und Frauen Arbeitslosengeld (196 weniger als im Mai 2017, 357 weniger als im Vorjahresmonat). Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II sank gegenüber Mai 2017 um 130 und gegenüber dem Vorjahresmonat um 786 auf 14.148 Berechtigte.

Stellenmeldungen und Stellenbestand
Gegenüber dem überdurchschnittlichen Monat Mai 2017 normalisiert sich der Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen und geht bei den Unternehmen im Burgenlandkreis im Vergleich zum Vormonat zurück. Er bleibt auch deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonates. Im Juni wurden 353 Stellen durch hiesige Unternehmen gemeldet, damit 242 weniger als im Vormonat. Die Zahl der offenen Arbeitsstellen liegt bei 1.471. Damit stehen den Arbeitslosen mehr Möglichkeiten als im Vorjahr zur Verfügung (+192).

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