Projekt " Familien stärken - Perspektiven eröffnen"

Das Team Familienintegrationscoach: Kristin Bergmann, Christian Zimmermann, Christine Mager und Diana Theil (von links).

"Die wollen doch gar nicht arbeiten." - Mit dieser allgemein verbreiteten Behauptung bekommen Langzeitarbeitslose, die von der Grundsicherung leben, von vielen Mitmenschen einen Stempel aufgedrückt. Dass es sich hierbei oftmals um Vorurteile handelt, spiegeln die positiven Ergebnisse des Projekts "Familien stärken - Perspektiven eröffnen" wider. Immerhin konnten in den zurückliegenden drei Jahren im Burgenlandkreis mit Hilfe der Familienintegrationscoaches 165 Erprobungsarbeitsplätze geschaffen werden.

Oft stehen hinter der langen Arbeitslosigkeit die unterschiedlichsten Gründe. Fehlende Schul- und Berufsabschlüsse, mangelnde Kinderbetreuungszeiten und tiefgreifende Ängste bei Vorstellungsgesprächen führen die Liste über mögliche Hemmnisse an. Diese Defizite aufzudecken und im besten Falle zu lösen, gehört mit zu den Aufgaben der Familienintegrationscoaches. Eine ganzheitliche Betreuung und eine enge Kooperation mit anderen öffentlichen Stellen und Institutionen, wie Jugendamt, Jobcenter, Beratungsstellen und Schulen sind dabei unabdingbar.

Das bereits in den letzten drei Jahren im Burgenlandkreis sehr erfolgreich gelaufene Projekt geht nun in die zweite Phase. Mit gleichen Zielen und Methoden, gepaart mit einem neuen Team soll an den Erfolg des Projekts angeknüpft werden. Die Teilnahme am Projekt Familienintegrationscoach ist nach wie vor freiwillig. Die Coaches sichern dabei eine ganzheitliche, individuelle Betreuung ab. Sie soll eine unterstützende Leistung sein, die nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" darauf zielt, den Teilnehmern den Weg auf den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und jene Hemmnisse auf lange Sicht zu beseitigen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Die Kofinanzierung erfolgt aus Regelleistungen des Jobcenters Burgenlandkreis. Ziel ist es, durch die finanzielle Förderung eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses für die Arbeitgeber Anreize zu schaffen, Interesse an potenziellen Arbeitnehmern zu wecken und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Für die Teilnahme am Projekt müssen jedoch gewisse Kriterien erfüllt sein, die für Teilnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen gelten. So unterstützen die Familienintegrationscoaches junge Familien, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II beziehen, in denen bei Aufnahme in das Projekt

• mindestens ein Kind im Haushalt lebt
• beide Partner arbeitslos sind und ein Partner jünger als 35 Jahre ist, oder
• der Alleinerziehende arbeitslos und jünger als 35 Jahre ist.

Aufgenommen werden können auch Familienbedarfsgemeinschaften, in denen sich ein Partner in einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik befindet.

Die Aufnahme in das Projekt erfolgt durch den Familienintegrationscoach in Absprache mit den Vermittlern des Jobcenters. Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite. 





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