Um Alleinerziehende durch eine Optimierung der lokalen Strukturen und Angebote zukünftig stärker zu unterstützen, ist am 1. April 2011 das Netzwerkprojekt LOUISA im Burgenlandkreis an den Start gegangen. Das strukturbildende Projekt LOUISA ist Teil des ESF-Bundesprogramms "Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Das Projekt richtet sich an Alleinerziehende wie Träger im Themenfeld gleichermaßen. Ziel ist es, die seit 2005 vor Ort existierenden Strukturen wie z. B. das Lokale Netzwerk für Familien im Burgendlandkreis zu professionalisieren und ein gutes, umfassendes und funktionierendes Angebotssystem für Alleinerziehende ("Dienstleistungsketten") nach individueller Bedürfnislage zu schaffen (siehe Grafik). Hauptaugenmerk des Netzwerkes LOUISA ist die Integration von Alleinerziehenden in den Arbeitsmarkt sowie die Unterstützung der Zielgruppe bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Interesse des Projektes steht dabei nicht die Neuentwicklung von Angeboten, sondern die koordinierte Vermarktung bestehender Angebote und die Identifizierung sowie Schließung von Angebotslücken.
Eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes sieht vor, einen wichtigen Prozess für die akuten Bedarfslagen des Landkreises (Kinderbetreuung, Arbeit, Mobilität etc.) anzustoßen und mit den lokalen Akteuren vor Ort funktionierende Instrumente zum zukünftigen Handeln zu Erarbeiten. Wichtige Aufgabenfelder des LOUISA-Projektes sind u.a. die Sensibilisierung bzw. Gewinnung von Unternehmen für konkrete Maßnahmeergreifungen und deren Unterstützung, die Entwicklung und Stabilisierung eines ehrenamtlich Services zur Umsetzung einer bedarfsorientierten und kostengünstigen Randzeitenbetreuung, Notfallbetreuung und weiterer entlastender Dienste sowie die konzeptionelle Entwicklung und Schaffung einer Anlaufstelle bzw. mehrerer Anlaufstellen für Alleinerziehende.
Unter dem Begriff "Alleinerziehende" als Zielgruppe werden im Projekt erwerbsfähige Alleinerziehende im Allgemeinen und erwerbstätige Alleinerziehende sowie Alleinerziehende aus dem SGB II und SGB III Bereich im Spezifischen gefasst. Wissenschaftlich begleitet wird das Netzwerk durch die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub).

LOUISA wurde als eines von fünf Projekten in Sachsen-Anhalt zur Umsetzung und Durchführung der Programminhalte im Burgendlandkreis ausgewählt. Die Idee einer Projektbeteiligung im Bundesprogramm "Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende" ist im Lokalen Netzwerk für Familie des Burgenlandkreises entstanden, welches als Bindeglied und Rahmen für die Netzwerkpartner fungiert. Die Projektträgerschaft hat die isw GmbH - Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleitung mbH - inne. Als zentrales Team des Netzwerkes mit koordinierender Funktion agieren neben der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises (Steffi Hager), das Jobcenter des Burgenlandkreises und die Agentur für Arbeit Merseburg.
Weitere Kooperationspartner des LOUISA Netzwerkes sind:
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.familie-burgenlandkreis.de/index.php?id=147004000495 (Die Seite ist auf der Internetseite des Lokalen Netzwerkes für Familien im Burgenlandkreis integriert.)
Für nähere Auskünfte kontaktieren Sie bitte:
isw GmbH - Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung
Hoher Weg 3
06120 Halle (Saale)
Martin Wohlgemuth (Projektkoordinator)
Email: wohlgemuth@isw-gmbh.de
Tel.: 0345-29 92 87 17
Fax: 0345-29 98 27 11
Susann Uecker (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Email: uecker@isw-gmbh.de
Tel.: 0345-29 98 27 27